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Glaube an Krebs-Mythen ist weit verbreitet

02.05.2018

Um das eigene Krebsrisiko zu senken, ist es gut, die größten Risikofaktoren zu kennen und zu vermeiden. Aber obwohl viele Menschen richtige Krebsursachen benennen können, ist auch der Glaube an falsche Ursachen weit verbreitet, wie eine Befragung britischer Einwohner ergab.

Für viele Krebs-Mythen gibt es keine Beweise.
Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Risikofaktoren für Krebs. Es kursieren aber auch Gerüchte, für die es keine Beweise gibt.
© Mr Korn Flakes - Fotolia.com

Mehr als 40 Prozent der Befragten dachte demnach fälschlicherweise, dass Stress und Lebensmittelzusatzstoffe Krebs verursachen. Ein Drittel glaubte, dass elektromagnetische Felder das Krebsrisiko erhöhen. Fast ebenso groß war die Anzahl derer, die gentechnisch veränderte Lebensmittel zu den Risikofaktoren zählten. 19 Prozent der Befragten war darüber hinaus der Ansicht, dass Mikrowellen Krebs verursachen, 15 Prozent nahm an, dies gelte für das Trinken aus Plastikflaschen, so das Ergebnis der Befragung von 1.330 Briten. In allen Fällen mangele es jedoch an verlässlichen wissenschaftlichen Beweisen, so die Studienautoren. Wie sie im European Journal of Cancer berichten, benannten bei nachgewiesenen Krebsursachen 88 Prozent das Rauchen korrekt, 80 Prozent das Passivrauchen und 60 Prozent einen Sonnenbrand.

„Es ist beunruhigend, dass so viele Menschen Risikofaktoren bejahen, für die es keine überzeugenden Beweise gibt“, sagt Dr. Samuel Smith von der University of Leeds. Im Vergleich zu früheren Studien scheine die Zahl derer, die an unbewiesene Krebsursachen glaube, seit Anfang des Jahrhunderts gestiegen zu sein. Dies könne damit zu tun haben, dass sich der Zugang zu Nachrichten und Informationen durch das Internet und soziale Medien verändert habe, so Smith. Es sei wichtig, die Kenntnis über die Ursachen von Krebs in der Bevölkerung zu verbessern, damit Menschen in der Lage seien, informierte Entscheidungen zu treffen. „Es gibt keine Garantie, dass man keinen Krebs bekommt“, sagt auch Clare Hyde von Cancer Research UK. Doch wenn man die größten Risikofaktoren kenne, könne man das individuelle Krankheitsrisiko senken, statt sich über Mythen und Gerüchte zu sorgen.

HH

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