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Medikamente: Tipps zur richtigen Anwendung

24.07.2018

Ob Antibiotikum, Schmerzmittel oder Augentropfen – Medikamente können nur helfen, wenn sie in der richtigen Dosierung eingenommen werden. Bei zu wenig Wirkstoff kann keine Wirkung einsetzen, bei Überdosierungen hingegen kann gesundheitlicher Schaden entstehen.

Anwendungsfehler können die Therapie beeinträchtigen.
Das Fachpersonal in Apotheken gibt wertvolle Hinweise zu Arzneimitteln - denn sie sind nicht immer leicht anzuwenden.
© Alexander Raths - stock.adobe.com

Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern, rät deshalb allen Patienten, sich in der Apotheke nach der korrekten Anwendung zu erkundigen. Das gelte vor allem, wenn ein Medikament zum ersten Mal angewendet werde: „Tabletten einzunehmen ist relativ einfach. Aber bei technisch aufwändig verpackten Medikamenten wie Augentropfen, Trockensäften oder Medikamenten zur Inhalation passieren häufig Fehler.“ Die Fachleute in der Apotheke können die einzelnen Anwendungsschritte erklären und bei Problemen mit dem Arzneimittel helfen.

Hilfsmittel erleichtern die Dosierung

„Bei älteren Patienten oder bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen lassen Kraft und Geschicklichkeit oft nach“, weiß Schmitt. „Gerade dieser Patientengruppe fällt es deshalb oft schwer, beispielsweise Kindersicherungen zu öffnen.“ Andere Medikamente wie Tubenverschlüsse müssen vor der ersten Entnahme durchbohrt werden. Auch dafür braucht man relativ viel Kraft. Wer damit Schwierigkeiten hat, kann sich das Medikament bereits in der Apotheke öffnen lassen.

„Vor allem Augentropfen werden häufig falsch angewendet“, so der Apotheker. Aus einigen Quetschflaschen lassen sich Augentropfen nur schwierig herausdrücken. Patienten sollten sich deshalb die richtige Anwendung in der Apotheke vor Ort demonstrieren lassen „Die Apotheker kennen sowohl die jeweiligen Einschränkungen ihrer Patienten als auch die pharmazeutisch-technologischen Besonderheiten des jeweiligen Medikaments. Gerne demonstrieren sie ihren Patienten die korrekte Anwendung oder empfehlen geeignete Hilfsmittel für die Anwendung.“

Beratung in der Apotheke

Wenn die Sehkraft nachlässt, steigt auch das Risiko für Verwechslungen ähnlich aussehender Medikamente. Hilfreich ist es dann, die verschiedenen Medikamente mit farbigem Klebeband, Filzklebepunkten oder durch gut tastbare Aufkleber aus Sandpapier zu kennzeichnen. Fällt das Abzählen von Tropfen schwer, kann man diese in einen sauberen Joghurtbecher fallen lassen. So lassen sich die Tropfen nach Gehör abzählen. Schmitt: „In den Apotheken gibt es viele Hilfsmittel, um die richtige Medikamenteneinnahme zu erleichtern. Wir beraten Sie gerne.“

BLAK/MB

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