Gesund leben

Mediterrane Ernährung schützt das Herz

14.02.2017

Eine mediterrane Ernährung, die reich an nativem Olivenöl ist, verbessert die Funktionen des „guten“ HDL-Cholesterins im Blut. Darauf deutet eine Studie spanischer Forscher hin. HDL hält das schädliche LDL-Cholesterin in Schach und mindert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Eine mediterrane Ernährung gilt nicht umsonst als besonders gesund.
Eine gesunde Ernährung mit einer Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.
© Syda Productions - Fotolia

Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich drei gesunde Ernährungsweisen nach einem Jahr auf die Blutfette von knapp 300 Studienteilnehmern ausgewirkt hatten. Zwei Diäten basierten auf der traditionellen mediterranen Kost, wobei diese einmal mit einer zusätzlichen täglichen Handvoll Nüssen angereichert wurde und einmal mit etwa vier Esslöffeln nativem Olivenöl. Bei einer mediterranen Ernährung stehen ansonsten viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Fisch auf dem Speiseplan. Bei der dritten Diät wurden die Mengen an rotem Fleisch, verarbeiteten Lebensmitteln, fettreichen Milchprodukten und Süßigkeiten insgesamt reduziert. Das Ergebnis: Alle drei Ernährungsweisen wirkten sich positiv auf die herzschützende Funktion des HDL-Cholesterins aus. Besonders deutlich zeigte sich diese Verbesserung in der Gruppe, die tägliche eine Extra-Portion natives Olivenöl verzehrt hatte.

Wie Senior-Autorin Dr. Montserrat Fitó und Kollegen im Fachblatt Circulation berichten, verbesserte ein Plus an nativem Olivenöl einige der Schlüsselfunktionen des HDL-Cholesterins. Zu diesen gehört zum Beispiel die Umkehr des Cholesterin-Transports. Dabei entfernt HDL-Cholesterin schädliche Ablagerungen in den Gefäßen und transportiert diese zur Leber, wo sie aus dem Körper entfernt werden. Auch die entspannende Wirkung auf die Blutgefäße gehört dazu. Hier trägt das HDL-Cholsterin dazu bei, dass die Blutgefäße offen bleiben und das Blut gut fließen kann. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Unterschiede zwischen den drei Ernährungsweisen nicht sehr groß gewesen seien. Dies habe vermutlich damit zu tun, dass sich die Studienteilnehmer aller drei Gruppen insgesamt gesund ernährten.

HH

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