Übelkeit, heftiger Brechdurchfall, Bauch- und Muskelschmerzen: Wegen eines Norovirus-Ausbruchs am Gardasee mussten in den vergangenen Tagen viele Urlauber im Krankenhaus behandelt werden. Ursache ist vermutlich verunreinigtes Trinkwasser. Wie schützt man sich und was ist zu tun, wenn man sich angesteckt hat?

In den vergangenen Tagen mussten bereits mehr als 300 Gäste und Einwohner der am Gardasee gelegenen Gemeinde Torri del Benaco wegen einer Norovirus-Infektion in Klinken behandelt werden, etwa 900 Fälle von Magen-Darm-Infektionen wurden bis zum 1. Juli registriert.
Norovirus-Ausbrüche wie aktuell in Oberitaliensind nicht nur in der Urlaubssaison, sondern das ganze Jahr über möglich – mit einem saisonalen Höhepunkt in den Monaten Oktober bis März. Infizierte scheiden das Virus vor allem über den Stuhl aus. Es gilt als extrem ansteckend und breitet sich daher besonders in Gemeinschaftseinrichtungen rasch aus. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) können schon 10 bis 100 Viruspartikel genügen, wenn man sie etwa über infizierte Oberflächen mit den Händen und über diese in den Mund aufnimmt. Weitere Infektionswege: Einatmen virushaltiger feinster Wassertröpfchen, wie sie Infizierte beim Erbrechen abgeben, oder der Verzehr virusbelasteter Lebensmittel.
Gesunde können sich vor Noroviren nur durch einige Verhaltensmaßregeln schützen, eine Impfung gegen diese Viren gibt es nicht. Wichtig ist eine gute Handhygiene mit Wasser und Seife, vor allem nach Toilettengängen sowie vor der Zubereitung von Speisen und vor dem Essen. Zudem sollte man die Hände stets mit einem sauberen Handtuch sorgfältig abtrocknen, so die BzGA. Durch diese Handhygienemaßnahmen könne man verhindern, dass Krankheitserreger aus dem Darm über verunreinigte Hände in den Mund gelangen.
Die Zeit von der Ansteckung bis zu den oft plötzlich auftretenden Symptomen beträgt sechs Stunden bis zu zwei Tage. Die Beschwerden klingen meist nach ein bis zwei Tagen vollständig ab. Bis etwa 48 Stunden danach werden noch recht viele Erreger mit dem Stuhl ausgeschieden. Doch auch bis zu zwei Wochen oder vereinzelt länger können Erkrankte Viren abgeben und ansteckend sein, informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) im Internet.
An einer Norovirus-Infektion erkrankten Personen empfiehlt die BzGA, sich zu schonen, den Kontakt zu anderen Menschen einzuschränken und gibt ihnen darüber hinaus folgende Hinweise:
Quellen: RKI: Ratgeber Noroviren, infektionsschutz.de, zeit.de, tagesschau.de
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