Regelschmerzen

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  17.11.2025 00:00 Uhr

Regelschmerzen sind krampfartige Schmerzen im Unterbauch, die vor oder während der Menstruation auftreten. Sie gehören zu den häufigsten Beschwerden im Zusammenhang mit der Monatsblutung und können von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In manchen Fällen beeinträchtigen sie den Alltag erheblich.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Regelschmerzen entstehen durch Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur. Diese sind notwendig, um die Schleimhaut abzustossen, die sich im Laufe des Zyklus aufgebaut hat. Dabei setzt der Körper Botenstoffe wie Prostaglandine frei, die die Schmerzen verstärken können. Es handelt sich um eine funktionelle Störung, die meist keine organische Ursache hat. In einigen Fällen können jedoch Erkrankungen wie Endometriose dahinterstecken.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden beginnen oft kurz vor der Menstruation und dauern ein bis drei Tage an. Sie können sich mit zunehmendem Alter oder nach Schwangerschaften verändern. Neben den Schmerzen im Unterbauch treten häufig weitere Symptome auf. Hierzu zählen:

  • Krampfartige Schmerzen im Unterbauch
  • Rückenschmerzen
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall oder Kreislaufprobleme
  • Müdigkeit und Reizbarkeit

Folgen/Komplikationen

Starke Regelschmerzen können die Lebensqualität erheblich einschränken. Sie führen nicht selten zu Fehlzeiten in Schule oder Beruf. Bei sehr intensiven oder langanhaltenden Beschwerden sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen, um organische Ursachen auszuschliessen. Besonders bei Verdacht auf Endometriose oder Zysten ist eine weiterführende Diagnostik notwendig.

Ursachen/Risikofaktoren

Die genauen Ursachen sind nicht immer eindeutig. Häufig spielen hormonelle Einflüsse und die individuelle Schmerzempfindlichkeit eine Rolle. Auch bestimmte Lebensumstände oder Vorerkrankungen können das Risiko erhöhen. Hierzu zählen ein früher Beginn der Menstruations, starke oder unregelmässige Blutungen, Stress und psychische Belastung. Auch familiäre Häufung, Endometriose oder Myome sowie Bewegungsmangel steigern die Wahrscheinlichkeit unter Regelschmerzen zu leiden.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann durch Gespräch und Ultraschall mögliche Ursachen abklären. Bei Bedarf kommen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder krampflösende Mittel zum Einsatz. Hormonpräparate wie die Pille können ebenfalls helfen. Mitunter unterstützen auch pflanzliche Präparate die Behandlung.Das kann man selbst tun: Wärme, Bewegung und Entspannungstechniken lindern oft die Beschwerden. Wenn die Schmerzen regelmässig stark auftreten oder sich verschlimmern, sollte man nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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