Der Musiker Roland Kaiser ist heute erfolgreicher denn je. Woran das liegt, wie er heute über die ZDF-Hitparade denkt und welche Check-ups er als Pilot jedes Jahr durchläuft, lesen Sie im Interview.

Roland Kaiser: Sie müssen Flugzeiten nachweisen und im Alter über 60 einmal im Jahr zum Fliegerarzt und zum Augenarzt, um das sogenannte "Medical" zu bekommen, also die Bescheinigung, dass man flugtauglich ist. Ich fliege im Jahr etwa 20 bis 30 Stunden. Das ist eine ganze Menge für einen Privatmann, aber dieses Hobby macht mir nach wie vor unglaublichen Spaß. Und man ist schnell mal eine weitere Strecke geflogen. Kürzlich war ich auf Sylt und habe mich mit meinem Sohn, der in Hamburg lebt, getroffen. Das war ein Flug von nur 40 Minuten, mit dem Auto hätte das wahrscheinlich sechs Stunden gedauert.
Roland Kaiser: Das erste Mal war ich 1976 in der Hitparade, aber ich bin kein Mensch, der Dingen nachtrauert, die sich überholt haben. Die Sendung fand irgendwann keine Mehrheit mehr. Jede Zeit hat ihre Helden, ihre Sendungen, ihre Formate im Fernsehen. Sie hat ihre Zeit gehabt und dann war sie vorbei. Die Nutzung von Musik hat sich generell komplett gewandelt. Als ich anfing, gab es noch richtige Singles für sechs Mark, es gab Kassetten. In der Zeit, in der ich dabei bin, ist so vieles verschwunden und Neues dazugekommen. Ich klammere mich nicht daran, dass es "so schön war" damals. Man muss den Wandel auch von der anderen Seite betrachten. Heute sind es Videos, Streaming und Downloads, die solche Sendungen ersetzen können. Für junge Künstler ist diese neue Form, soziale Medien zu nutzen, eine große Chance, an die Menschen heranzukommen und ihre Musik zu präsentieren, ohne dass dafür Verträge mit großen Plattenfirmen nötig wären.
Roland Kaiser: Das haben Sie auf den Punkt gebracht. Ich nenne es manchmal meine Alterskarriere. Gerade im Live-Bereich, aber auch mit Tonträgern sind meine Band und ich sehr erfolgreich. Es macht mich glücklich, dass Menschen so gerne in meine Konzerte kommen. Die Auftritte sind die Krönung meines Berufes. Das sind Momente, die mich sehr dankbar und auch demütig machen.
Dieser Auszug aus dem Interview erscheint nur online. Roland Kaisers weitere Antworten auf unsere Fragen lesen Sie in der gedruckten Ausgabe des Apotheken Magazins vom 1. September 2022 oder online ab dem 15. September 2022 hier.
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