Schweißgeruch – was wirklich hilft

Es gibt Tage, an denen versagt selbst das beste Deo. Und fast jeder weiß, wie unwohl man sich fühlt, wenn von den Achselhöhlen immer wieder der saure Duft nach Schweiß heraufzieht.

Mindestens einen halben Liter Flüssigkeit schwitzt ein Mensch täglich aus, bei körperlicher Anstrengung sogar noch mehr. Der Schweiß dient dem Körper als Klimaanlage: Steigt das Thermometer, verdunstet Schweiß und kühlt die Haut ab. Der Mensch überhitzt nicht. Frischer Schweiß riecht nicht. Erst Hautbakterien, die sich von ihm sowie von Hautschüppchen ernähren, verursachen den typischen unangenehmen Schweißgeruch.

Im Alltag lässt sich mit folgenden Mitteln gegensteuern:

  • Täglich unter den Achseln waschen, an heißen Tagen ruhig auch häufiger. Auf die frisch gewaschene Haut ein Deodorant oder Antitranspirant auftragen
  • Die Achselhaare, wenn möglich, regelmäßig abrasieren, denn in ihnen halten sich Schweiß und Bakterien besonders gut. Danach allerdings zwölf Stunden auf ein Deo verzichten, weil die Haut darauf mit Reizungen reagieren kann
  • Kleidung aus Baumwolle bevorzugen, denn sie nimmt bis zu 20 Prozent Feuchtigkeit auf, ohne sich feucht anzufühlen. Synthetikkleidung hingegen kann den Schweiß nicht aufsaugen, er bleibt auf der Haut – beste Chancen für Bakterien, ihn als Nahrung zu verwerten
  • Reichlich trinken; wer wenig trinkt, scheidet einen stark konzentrierten Schweiß aus, der je nach dem, was gegessen wurde, bereits säuerlich oder nach Gewürzen wie Knoblauch oder Zwiebeln riechen kann
  • Wer stark schwitzt, sollte versuchen, alltäglichen Stress als Schweißtreiber zu reduzieren, und sich gesunde Formen des Schwitzens suchen: Sport oder Sauna

Eine schweißhemmende Teemischung bieten Apotheken an. Sie besteht aus 70 Gramm Salbei- und 30 Gramm Melissenblättern. Zwei Teelöffel davon mit siedendem Wasser übergießen und bedeckt etwa zehn Minuten ziehen lassen. Danach abseihen. Drei- bis viermal pro Tag eine Tasse des frisch bereiteten Tees trinken.

Der homöopathische Tipp

Bei übermäßigem Schwitzen haben sich auch homöopathische Präparate mit den Wirkstoffen Jaborandi, Acidum sulfuricum, Salvia officinalis Urt. und Mercurius solubilis Hahnemanni bewährt.

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