Vaginaler Ausfluss

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  06.01.2026 00:00 Uhr

Vaginaler Ausfluss bezeichnet Flüssigkeiten, die aus der Scheide austreten. Ein gewisser Ausfluss ist normal und dient dem Schutz vor Infektionen. Veränderungen in Menge, Bestimmte Farben oder Gerüche können jedoch auf ein gesundheitliches Problem hinweisen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Vaginaler Ausfluss entsteht durch natürliche Sekrete der Schleimhäute. Diese verändern sich im Laufe des Zyklus, bei hormonellen Schwankungen oder sexueller Erregung. Problematisch wird Ausfluss, wenn er ungewöhnlich aussieht, unangenehm riecht oder Beschwerden verursacht. Dann kann eine Infektion oder eine andere Störung vorliegen. Sowohl harmlose als auch behandlungsbedürftige Ursachen sind möglich.

Symptome/Verlauf

Auffälliger Ausfluss kann sich auf verschiedene Weise zeigen. Zu den häufigen Symptomen zählen:

  • veränderte Farbe wie gelb grün oder grau
  • unangenehmer Geruch
  • Juckreiz Brennen oder Schmerzen
  • Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr

Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Manche Veränderungen verschwinden von selbst, andere verschlimmern sich ohne Behandlung. Infektionen können sich ausbreiten, wenn sie nicht erkannt werden.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelte Infektionen können zu Entzündungen im Genitalbereich führen. In manchen Fällen breiten sie sich auf Gebärmutter oder Eileiter aus und verursachen stärkere Schmerzen oder Fieber. Langfristig können wiederkehrende Infektionen zudem das Wohlbefinden beeinträchtigen. Auch psychische Belastungen sind möglich, wenn Beschwerden anhalten oder Schamgefühle entstehen.

Ursachen/Risikofaktoren

Veränderter Ausfluss kann viele Gründe haben. Häufig sind Infektionen durch Bakterien oder Pilze. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in Pubertät Schwangerschaft oder Wechseljahren, spielen eine Rolle. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen enge oder synthetische Kleidung, übertriebene Intimhygiene, ungeschützter Geschlechtsverkehr und ein geschwächtes Immunsystem. Manchmal liegt auch eine Reizung durch Pflegeprodukte oder Allergien vor.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er kann durch Abstriche und Untersuchungen klären, ob eine Infektion vorliegt. Je nach Ursache kommen vor allem antibakterielle oder antimykotische, also gegen Pilze wirkende Präparate zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Es hilft, auf eine milde Körperpflege zu achten, atmungsaktive Kleidung zu tragen und mögliche Reizstoffe zu meiden. Grenzen bestehen dort, wo Schmerzen Fieber, starker Geruch oder anhaltende Beschwerden auftreten. Dann sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Das gilt insbesondere während der Schwangerschaft.

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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