Gebärmutterhalsentzündung

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  19.03.2026 00:00 Uhr

Eine Zervizitis ist eine Entzündung des Gebärmutterhalses, also des unteren Teils der Gebärmutter, der in die Vagina hineinragt. Sie wird meist durch Infektionen - häufig sexuell übertragbare Erreger - verursacht, kann aber auch durch Reizungen oder andere nicht -infektiöse Auslöser entstehen und verläuft nicht selten ohne Beschwerden.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Eine Zervizitis ist eine Entzündung des Gebärmutterhalses, also des unteren Teils der Gebärmutter, der in die Vagina führt. Sie kann plötzlich auftreten oder über längere Zeit bestehen bleiben und hat verschiedene mögliche Ursachen. Oft ist eine Infektion der Auslöser, doch manchmal liegt sie auch ohne nachweisbare Keime vor.

Symptome/Verlauf

Bei vielen Frauen verläuft eine Zervizitis beschwerdefrei. Wenn Symptome auftreten, gehören dazu ein ungewöhnlicher Ausfluss aus der Scheide - manchmal gelblich oder eitrig - sowie Blutungen zwischen den Perioden oder nach dem Geschlechtsverkehr. Schmerzen beim Sex können ebenfalls vorkommen. Der Gebärmutterhals und Vagina können gerötet sein.

Folgen/Komplikationen

Wenn eine Zervizitis nicht behandelt wird, kann sich die Entzündung ausbreiten und andere Teile des weiblichen Genitaltrakts betreffen, zum Beispiel die Gebärmutterschleimhaut oder Eileiter. Das kann zu einer Beckenentzündung führen. In der Folge kann es zu chronischen Unterbauchschmerzen oder Unfruchtbarkeit kommen.

Ursachen/Risikofaktoren

Die häufigsten Ursachen einer Zervizitis sind Infektionen, die meist sexuell übertragen werden. Dazu zählen zum Beispiel Chlamydien, Gonokokken (Erreger der Gonorrhö/Tripper) oder Herpes -simplex -Viren. Manchmal lässt sich der Erreger jedoch überhaupt nicht feststellen. Auch Entzündungen, die bei anderen Scheideninfektionen entstehen, können sich auf den Gebärmutterhals ausbreiten. Darüber hinaus gibt es nicht -infektiöse Auslöser, etwa gynäkologische Eingriffe, längeres Tragen von Fremdkörpern im Genitalbereich (z.B. Diaphragma), chemische Reizungen durch Spülungen oder Verhütungsmittel und eine Latexallergie.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Bei bakteriellen Infektionen werden Antibiotika verabreicht, bei Herpes -Infektionen kommen antivirale Medikamente zum Einsatz. Gleichzeitig kann getestet werden, ob andere sexuell übertragbare Infektionen vorliegen, und ggf. werden Sexualpartner informiert und ebenfalls behandelt.
Das kann man selbst tun: Frauen sollten regelmässig gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Beim Auftreten von Beschwerden wie ungewöhnlichem Ausfluss oder Blutungen zwischen den Perioden ist es ratsam, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen. Bis zum Abschluss der Behandlung sollte auf Sexualkontakte verzichtet werden, um eine erneute Infektion oder Weitergabe zu vermeiden.Quellenangabe:
Haag, Hanhart, Müller, Gynäkologie und Urologie , MVI, (2007), 3. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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