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Verstopfung bei Kindern sanft behandeln

12.12.2017

Eine Ernährungsumstellung, eine ungewohnte Umgebung oder sogar familiäre Veränderungen – all das sind Gründe, die bei Kindern zu Verstopfungen führen können. Eltern sollten aufmerksam werden, wenn das Kind immer seltener zur Toilette geht und möglicherweise über Symptomen wie Bauschmerzen, einem harten Bauch oder Appetitlosigkeit klagt, so der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV).

So können Sie Verstopfung sanft behandeln.
Eine gesunde Ernährung und viel trinken: Das hilft, die Verdauung wieder zu normalisieren.
© photophonie - Fotolia.com

Bei Kindern gibt es etliche Situationen, in denen Veränderungen in der Lebenssituation auch zu Problemen mit der Verdauung und dem Stuhlgang führen können:

  • Kinder werden abgestillt und erhalten langsam Flaschen- oder Breinahrung,
  • ungewohntes Klima und Essen auf einer Urlaubsreise,
  • Stress in der Schule oder psychische Probleme beispielsweise eine Trennung der Eltern oder ein neues Geschwisterchen.

Dabei gibt es keine festgeschriebenen Zeiträume, wie häufig Kinder Stuhlgang haben sollten: dreimal täglicher Stuhlgang kann ebenso normal sein wie dreimal wöchentlicher Stuhlgang. Mit einfachen Mitteln können Eltern zunächst versucht, den Stuhlgang wieder zu normalisieren, so Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg.

  • Regelmäßiges und ausreichendes Trinken, am besten Wasser oder gemischt mit etwas Pflaumen- oder Apfelsaft,
  • Setzen Sie auf eine ballaststoffreiche Nahrung – also auf Vollkornprodukte, Obst und Gemüse,
  • Stopfende Lebensmittel mit Weißmehl, Bananen, Reis oder zu viel Schokolade, Käse und Milchprodukte vermeiden,
  • Kinder sollten sich regelmäßig bewegen, denn auch das hilft dem Magen-Darm-Trakt, wieder in Schwung zu kommen.

Von Abführmittel in der Selbstmedikation rät Apotheker Gulde ab. „Ein Besuch beim Kinderarzt kann ausschließen, dass eine Erkrankung hinter der Verstopfung steckt. Gegebenenfalls wird dort über einen Einlauf der verhärtete Stuhl gelöst“, so Gulde. Da Kinder zu diesem Zeitpunkt häufig schon den Toilettengang als schmerzhaft und unangenehm erlebt haben, werde eventuell prophylaktisch für einen gewissen Zeitraum ein Wirkstoff verordnet, der den Stuhl weichhält, so dass Kinder wieder lernen, schmerz- und angstfrei zur Toilette zu gehen.

LAV Baden-Würrtemberg/NK

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