BeratungHaut, Zähne & Schönheit

Was bei fettigen Haaren hilft

Apothekerin Maria Pues  |  07.10.2022

Niemand mag fettiges Haar, denn es wirkt oft ungepflegt. Dabei stellt es weder eine Erkrankung dar, noch ist es Anzeichen mangelnder Hygiene. Tipps für die Pflege.

Foto von Haaren mit Shampoo.
Wer zu fettigen Haaren neigt, verwendet am besten milde Shampoos ohne Silikone.
© Tatiana/iStockphoto

Dass Haare fettig werden, liegt an der Aktivität der Talgdrüsen. Sie befinden sich an den Haarwurzeln und sondern eine fettige Substanz, den Talg, ab. Dieser legt sich schützend auf die Kopfhaut und hält sie geschmeidig. Natürlich gelangt Talg auch an das Haar und – je mehr Talg und je länger die Zeitdauer – bis zu den Haarspitzen. Bei zu starker Talgproduktion wirkt das Haar daher rasch fettig und schwer. Veranlagung, Hormone und Stress, aber auch mechanische Einflüsse wie Föhnen oder die Kopfbedeckung sind wichtige Faktoren, die die Aktivität der Talgdrüsen beeinflussen.

Bei der Pflege gilt: weniger ist mehr. Milde Shampoos entfernen das Fett, ohne die Kopfhaut auszutrocknen, was die Talgproduktion verstärken könnte. Auf Silikon-haltige Pflegemittel sollte man verzichten. Sie verbessern zwar die Kämmbarkeit des Haares, doch können Silikone ebenfalls die Talgproduktion ankurbeln, wenn sie auf der Kopfhaut verbleiben. Aus diesem Grund bringt man pflegende Präparate wie Haarkuren und Conditioner stets nur auf das Haar, nicht aber auf die Kopfhaut auf. Auch für die Wasser- sowie die Föhntemperatur gilt: besser nur lauwarm als heiß oder kalt, da zu extreme Temperaturen die Talgdrüsen ebenfalls stimulieren. Eine leichte Kopfmassage bei der Haarwäsche hilft, dass sich die Talgdrüsen entleeren. Der Effekt der Haarwäsche hält so häufig etwas länger an.

Mechanische Einflüsse begünstigen fettiges Haar. Vorsichtiges Kämmen eignet sich daher beim Frisieren häufig besser als kräftiges Bürsten. Kämme und Bürsten sollten zudem regelmäßig ebenfalls mit einem Shampoo von anhaftendem Fett befreit werden. Gerade im Winter können außerdem wärmende Mützen die Talkproduktion anregen und für ein rasches Nachfetten der Haare sorgen. Ein Wechsel auf Ohrenschützer oder einen locker gebundenen Schal kann dem vorbeugen.

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