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Das hilft gegen Kopfschuppen

Apothekerin Maria Pues  |  01.11.2021

Ob nun eine ungeeignete Haarpflege oder eines Hautpilz zu Kopfschuppen führen: Störend sind sie allemal. Und mitunter steckt auch eine Erkrankung dahinter. Grund genug, um in der Apotheke oder beim Arzt um Rat zu fragen.

Junger Mann steht vor dem Spiegel und rauft sich die Haare.
Bei Teenagern führt häufig eine hormonell bedingte erhöhte Talgproduktion zu Schuppen auf der Kopfhaut.
© Dejan_Dundjerski/iStockphoto

Sehr kleine weiße Schuppen, die locker auf den Kragen rieseln wie feine Schneeflöckchen, stellen die Abwehrreaktion einer empfindlichen Kopfhaut auf eine ungeeignete Haarpflege dar. Häufige Ursachen:

  • zu häufiges und/oder zu heißes Waschen
  • zu heißes Föhnen der Haare
  • eine zu geringe Talgproduktion der Kopfhaut
  • stark entfettende Shampoos

Hier kann bereits eine schonende Haarpflege Abhilfe schaffen. Es empfehlen sich rückfettende, feuchtigkeitsspendende Haarpflegemittel, etwa mit Harnstoff oder Glycerin. Das Haar sollte zudem nicht zu häufig und mit nur lauwarmem Wasser gewaschen werden.

Fettige, gelblich-weiße Schuppen, die recht gut haften, zeigen sich unter anderem bei erhöhter Talgproduktion, wie sie etwa in der Pubertät auftritt, oder beim sogenannten seborrhoischen Ekzem. Unter anderem eine starke Vermehrung eines an sich harmlosen Hautpilzes, der zur normalen Hautflora gehört, spielt hierbei eine wichtige Rolle. Daher empfehlen sich milde Shampoos mit einem Wirkstoff, der das Pilzwachstum hemmt, etwa mit Ciclopirox oder Ketoconazol. Sie werden anfangs drei bis vier Wochen lang etwa jeden zweiten Tag eingesetzt, beziehungsweise bis sich eine Besserung einstellt. Danach erfolgt die Anwendung einmal wöchentlich, um einem erneuten Auftreten entgegenzuwirken. Wie lange das nötig ist, hängt vomEinzelfall ab, meist sind es aber einige Monate. Stark entfettende Shampoos können die Haut zu stärkerer Talgproduktion anregen und sind daher ungeeignet.

Kopfschuppen können jedoch auch im Rahmen chronischer Erkrankungen  entstehen, etwa bei einer Schuppenflechte am Kopf, einer Neurodermitis oder einer Schmetterlingsflechte.
Daher kann auch bei einem vermeintlich rein kosmetischen Problem der Weg zum Arzt erforderlich sein. 

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