Fettige Haare wirken oft ungepflegt – dabei steckt dahinter meist keine schlechte Pflege, sondern eine natürliche Reaktion der Kopfhaut. Wer weiß, was die Talgproduktion antreibt, kann mit der richtigen Pflege und kleinen Alltagsänderungen wieder zu frischem, gesund glänzendem Haar finden.

Fettiges Haar entsteht durch eine übermäßige Aktivität der Talgdrüsen. Diese befinden sich an den Haarwurzeln und produzieren Talg, eine schützende, fettige Substanz. Sie hält die Kopfhaut geschmeidig und schützt sie vor Austrocknung. Gelangt zu viel Talg an das Haar, wirkt es schnell schwer, strähnig und ungepflegt.
Die Talgproduktion wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst – etwa genetischer Veranlagung, Hormonen, Stress oder mechanischen Reizen wie Föhnen und Kopfbedeckungen. Auch Jahreszeit und Lebensstil können eine Rolle spielen.
Bei fettigem Haar gilt: Weniger ist mehr. Ein mildes, silikonfreies Shampoo reinigt die Kopfhaut, ohne sie auszutrocknen. Wird sie zu stark entfettet, reagiert sie mit noch mehr Talg – ein Teufelskreis. Pflegemittel wie Conditioner oder Haarkuren sollten daher nur in die Längen und Spitzen einmassiert werden, nicht auf die Kopfhaut.
Auch die Temperatur spielt eine Rolle: Lauwarmes Wasser und Föhnen bei mittlerer Hitze schonen Kopfhaut und Haar. Eine kurze Kopfmassage während der Haarwäsche kann helfen, dass sich die Talgdrüsen besser entleeren – das Haar bleibt länger frisch.
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