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Was tun bei schwitzenden Händen?

17.08.2017

Wenn die Hände übermäßig schwitzen, empfinden wir das als sehr störend, belastend und peinlich. Starke Schweißbildung an den Händen ist eher ungewöhnlich: Hervorgerufen werden kann diese Überfunktion der Schweißdrüsen durch Stress, Nervosität aber auch Schilddrüsenfunktionsstörungen oder eine genetische Veranlagung zu vermehrtem Schwitzen. Dagegen helfen können Produkte mit Aluminiumchlorid.

Übermäßiger Handschweiß ist kein verbreitetes Phänomen.
Wer unter stark schwitzenden Händen leidet, dem graut es vor jedem Händedruck.
© ©Gino Santa Maria - Fotolia.com

Der menschliche Körper verfügt über mehrere Millionen Schweißdrüsen – an der Hand sind nur ein paar Tausend lokalisiert. „Weil es eine so ungewöhnliche Stelle für das Schwitzen ist, fällt Betroffenen diese Störung als besonders unangenehm auf. Sie scheuen sich vor dem Händedruck und empfinden soziale Kontakte manchmal als schwierig und anstrengend. Darum kann es bei manchen Betroffenen hilfreich sein, auch die psychologischen Hintergründe für das Schwitzen zu beleuchten“, sagt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg.

Gegen den Handschweiß kommen Produkte mit Aluminiumchlorid zum Einsatz. Beim Handschweiß können sie beispielsweise abends aufgetragen werden und ziehen über Nacht ein. Sie haben eine gute Wirksamkeit von bis zu 24 Stunden. Das Aluminium verengt die Schweißdrüsen, so dass sie weniger absondern. Weitere antibakterielle Wirkstoffe können zusätzlich verhindern, dass sich der Schweiß zersetzt und unangenehm zu riechen anfängt. Apotheker Christoph Gulde weiter: „Wir verfolgen die aktuelle Diskussion zum Thema Aluminiumaufnahme über die Haut sehr aufmerksam. Doch leider stehen für die Hyperhydrosis, wie das übermäßige Schwitzen medizinisch korrekt heißt, kaum andere wirksame und gut erprobte Therapien zur Verfügung. Darum wird es für eine begrenzte Anwendungsdauer eingesetzt.“ Ergänzend können auch Heilpflanzen zum Einsatz kommen, ergänzt Gulde: „Salbei wirkt innerlich und äußerlich angewendet. Er hat eine adstringierende, also zusammenziehende Wirkung, so dass die Haut weniger Schweiß absondert. Man bekommt ihn in der Apotheke als Tee, in Tablettenform oder kann Aufgüsse für Waschungen und Bäder zubereiten.“

LAV Baden-Württemberg e.V.

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