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Tee: Welche Sorte bei welchen Beschwerden hilft

30.01.2019

Tee ist ein seit Jahrtausenden anerkanntes Heilmittel. Zubereitungen aus klassischen Heilpflanzen wie Pfefferminze, Kamille oder Fenchel sind gerade in der kalten Jahreszeit sehr beliebt. Doch die Auswahl an Teesorten ist riesig und die Preisunterschiede sind groß. Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern, erklärt, woran man Qualitätsunterschiede erkennt und was bei der Zubereitung zu beachten ist.

Heiltees helfen bei Erkältungssymptomen.
Tees aus Heilpflanzen können Husten, Schnupfen und Halsschmerzen lindern.
© AntonioDiaz - Fotolia

Erkältungen lassen sich Schmitt zufolge beispielsweise sehr gut mit Tees behandeln: Abhängig von seinen Beschwerden kann man sich in der Apotheke spezielle Tees mischen lassen:

  • Tee mit Efeublättern, Thymiankraut, Primel- und Süßholzwurzel wirken schleimlösend,
  • eine Mischung aus Eibischwurzel, Isländisch Moos, Malvenblüten und Fenchel beruhigt bei Hustenreiz die Atemwege,
  • Tee mit Holunder- und Lindenblüten wirkt fiebersenkend,
  • Gurgeln mit Salbeitee hilft bei Halsentzündungen,
  • bei Schnupfen bringt Kamillentee zur Inhalation Linderung.

„Daneben gibt es noch eine Vielzahl von Heilpflanzentees, die bei anderen Beschwerden angewandt werden können. Lassen Sie sich in der Apotheke Ihres Vertrauens beraten, hier kennt man viele Teerezepte und kann auf die individuellen Wünsche eingehen“, so Schmitt.

Prinzipiell gilt: Guter Tee riecht frisch und hat eine schöne Farbe. Loser Tee ist in der Regel besser als Beuteltee. Heilpflanzentees aus der Apotheke müssen einen hohen Qualitätsstandard erfüllen: Das Arzneibuch schreibt einen definierten Wirkstoffgehalt vor und verbietet Verunreinigungen und Schadstoffe.

Bei der Zubereitung komme es vor allem auf Dosierung, Ziehdauer und Wasserqualität an. Die meisten Tees sollen immer mit kochendem Wasser übergossen werden. Kräutertees entfalten die beste Wirkung, wenn sie fünf bis zehn Minuten gezogen sind. Grüner und schwarzer Tee sollte maximal zwei bis drei Minuten ziehen, damit sie ihre anregende Wirkung entfalten können. Es gibt auch Heilpflanzen-Tees, die mit kaltem Wasser zubereitet werden müssen: Bärentraubenblätter-Tee gegen Blasenentzündungen wird zum Beispiel mit kaltem Wasser angesetzt. Die derben Blätter enthalten viele Gerbstoffe, die sich in warmem Wasser lösen und den Magen belasten könnten.

NK

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