Im Jahr 2024 sind insgesamt 24 Menschen in Folgen eines Zeckenstichs gestorben: 15 Menschen hatten Borreliose, 9 Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Auch im laufenden Jahr wurden bereits Infektionen gemeldet: Bis Mitte April zählte das Robert Koch-Institut (RKI) 918 Borreliose- und 11 FSME-Fälle.
Unterschiedliche Entwicklung bei Borreliose und FSME
Die Zahlen zeigen zwei verschiedene Trends:
- Borreliose: Rund 4.830 Menschen mussten 2024 im Krankenhaus behandelt werden. Damit liegt die Zahl unter dem Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024 von etwa 6.270 Fällen pro Jahr.
- FSME: Hier ist die Entwicklung umgekehrt. Etwa 850 Patientinnen und Patienten wurden 2024 stationär behandelt – deutlich mehr als der Durchschnitt von rund 490 Fällen jährlich in den Jahren 2004 bis 2024. Seit 2004 stiegen die FSME-Zahlen mit einzelnen Schwankungen an.
Zum Vergleich: Laut Meldungen an das RKI waren 2024 insgesamt 11.075 Menschen an Borreliose und 695 Menschen an FSME (laut Referenzdefinition) erkrankt. Die Angaben zu Krankenhausbehandlungen und Todesfällen basieren auf der Krankenhausstatistik beziehungsweise auf der Todesursachenstatistik.
Schutz ist möglich – besonders gegen FSME
Ein wichtiger Unterschied:
- Gegen FSME gibt es eine Impfung.
- Gegen Borreliose steht bislang kein Impfstoff zur Verfügung.
Die FSME-Impfung wird vor allem Menschen empfohlen, die sich in Risikogebieten aufhalten – etwa bei Aktivitäten im Freien in bestimmten Regionen Deutschlands oder in Ländern wie Österreich oder Schweden.