Dornwarzen
Was ist das? - Definition
Dornwarzen sind gutartige, durch Viren verursachte Hautveränderungen, die meist an den Fusssohlen auftreten. Sie wachsen typischerweise nach innen in die Haut, liegen häufig unter einer Hornhautschwiele und können schmerzhaft sein. Auslöser ist eine Infektion mit humanen Papillomviren, die meist durch direkten Hautkontakt übertragen werden.
Krankheitsbild
Dornwarzen sind gutartige Hautveränderungen, die an den Fusssohlen auftreten. Sie gehören zu den sogenannten Viruswarzen und werden auch als Plantarwarzen bezeichnet. Typisch ist, dass sie nach innen in die Haut wachsen. Häufig liegen sie unter einer Hornhautschwiele und sind deshalb auf den ersten Blick nicht immer gut zu erkennen.
Symptome / Verlauf
Dornwarzen entstehen bevorzugt an stark belasteten Stellen der Fusssohle, zum Beispiel an der Ferse oder am Fussballen. Dort können sie sehr schmerzhaft sein, insbesondere beim Stehen oder Gehen. Oft sind sie verhornt, haben festen verdickten einen Hautrand und in der Mitte helleres Gewebe. Ein typisches Merkmal sind kleine braune bis schwarze Punkte oder feine Streifen innerhalb der Warze. Dabei handelt es sich um kleine Einblutungen aus feinen Blutgefässen. Neben einzelnen Dornwarzen können auch viele oberflächliche Warzen gleichzeitig auftreten, die dann als sogenannte Mosaikwarzen bezeichnet werden. Diese finden sich vor allem an den Fusssohlen oder Zehenballen und sind meist weniger schmerzhaft.
Der Verlauf ist sehr unterschiedlich. Manche Dornwarzen wachsen über längere Zeit und können gross und tiefreichend werden. Andere verschwinden spontan wieder, ohne dass eine Behandlung notwendig ist.
Folgen / Komplikationen
Dornwarzen können sehr hartnäckig sein und neigen dazu, immer wieder aufzutreten. Auch nach erfolgreicher Behandlung ist es möglich, dass sich erneut Warzen bilden. Durch Schmerzen können sie das Gehen und damit den Alltag deutlich beeinträchtigen. Menschen mit Diabetes haben öfter eine eingeschränkte Wundheilung und Schmerzempfinden. Sie sollten die Warze nicht selbst behandeln, sondern einen Arzt aufsuchen.
Ursachen / Risikofaktoren
Dornwarzen entstehen durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV). Diese Viren sind weit verbreitet. Die Ansteckung erfolgt meist über direkten Kontakt mit infizierten Hautschuppen, zum Beispiel beim Barfusslaufen in Schwimmbädern, Turnhallen, Duschen oder Umkleidekabinen. Auch eine Selbstansteckung ist möglich, etwa wenn die Warze aufgekratzt wird und sich das Virus auf benachbarte Hautbereiche ausbreitet.
Das kann helfen
Das macht der Arzt: Wer starke Beschwerden durch die Dornwarzen hat oder diese nach einer Selbstbehandlung nicht abheilen, sollte einen Arzt aufsuchen. Er hat die Möglichkeit die Warzen professionell zu vereisen. Menschen mit Diabetes am besten direkt einen Arzt aufsuchen.
Das kann man selbst tun: Um einer Ansteckung vorzubeugen, sollte man in Schwimmbädern, Saunen und Umkleidekabinen möglichst nicht barfuss gehen. Badeschlappen können hier schützen. Zur Selbstbehandlung eignen sich hornhautlösende Salben oder Tinkturen, die die verdickte Hornschicht nach und nach aufweichen. Dadurch können insbesondere nach innen wachsende Warzen langsam nach aussen wandern und sich im Verlauf von selbst ablösen. Dornwarzen sollten keinesfalls mit scharfen Gegenständen wie Messern oder Nagelscheren bearbeitet werden, da sich die Infektion dadurch weiter ausbreiten kann.
Bearbeitungsstand: 20.03.2026
Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage
Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.