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15 Minuten weniger soziale Medien fördern die Gesundheit enorm

ZOU  |  13.03.2023

Bei jungen Erwachsenen, die drei Monate lang ihren Konsum sozialer Medien um 15 oder mehr Minuten täglich verringerten, verbesserten sich die allgemeine Gesundheit und die Immunfunktion erheblich. Auch Anzeichen von Einsamkeit und Depressionen hatten abgenommen.

Junge, liegt mit Smartphone auf einer Bank und stützt seinen Kopf auf einen Basketball.
Wer das Smartphone öfter mal zur Seite legt, tut damit seiner Gesundheit einen großen Gefallen.
© harleebob/iStockphoto

Fünfzig Personen im Alter von 20 bis 25 Jahren wurden in drei Gruppen eingeteilt: Sie sollten ihren gewohnten Konsum sozialer Medien beibehalten, diesen um 15 Minuten pro Tag reduzieren oder ihn reduzieren und stattdessen einer anderen Aktivität nachgehen. In der Gruppe, die die Nutzung sozialer Medien reduziert hatte, verbesserte sich die Immunfunktion um durchschnittlich 15 Prozent: Es gab weniger Erkältungen, Grippe und Warzen. Die Schlafqualität hatte sich um 50 Prozent verbessert, während Anzeichen für Depression um 30 Prozent abgenommen hatten.

Die Teilnehmenden hatten sich gut an die Vorgabe gehalten und die Nutzung sozialer Medien sogar um etwa 40 statt der geforderten 15 Minuten pro Tag reduziert, während es in der Gruppe mit dem gewohnten Konsum eine Erhöhung um 10 Minuten täglich gab. Interessanterweise erhöhte sich auch in der Gruppe, die 15 Minuten soziale Medien durch eine andere Aktivität ersetzen sollten, der Konsum um etwa 25 Minuten pro Tag. Bei ihnen kam es auch nicht zu einer Verbesserung der Gesundheit.

Professor Phil Reed von Swansea University, der die Ergebnisse mit seinem Team im „Journal of Technology in Behavior Science“ veröffentlicht hat, sagte: „Diese Daten zeigen, dass sich das Leben der Menschen in vielerlei Hinsicht verbessern kann, wenn sie die Nutzung sozialer Medien reduzieren. Dass diejenigen, die ihren Konsum senken und etwas anderes tun sollten, sich schlecht  an die Vorgaben gehalten haben, deutet darauf hin, dass Kampagnen zur Gesundheitsförderung vermeiden sollten, den Menschen zu sagen, wie sie ihre Zeit nutzen sollen. Man sollte ihnen stattdessen die Fakten nennen und ihnen selbst überlassen, wie sie die Reduzierung vornehmen.“

Quelle: DOI 10.1007/s41347-023-00304-7

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