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Alkohol: Regelmäßig trinken schadet der Leber

28.04.2015

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist exzessives Alkoholtrinken eine der häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose. Neue Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht nur die Menge allein hierbei eine Rolle spielt, sondern vor allem auch, wie regelmäßig Alkohol getrunken wird.

Paar, Ende/Mitte 30, draußen unter Sonnenschirm auf Fest (?), Frau blond, Mann dunkelhaarig, Freizeitkleidung, prosten sich mit Plastikbiergläsern zu, schauen dabei zur Kamera
Die Alkoholmengen, die Frauen und Männer vertragen, bevor die Leber leidet, unterscheiden sich deutlich.
© Joshua Resnick - Fotolia

Forschern aus Spanien und den USA zufolge wirkt sich tägliches Alkohol-Trinken deutlich auf das Risiko für alkoholische Leberzirrhosen aus. Eine solche liegt dann vor, wenn die Leber aufgrund dauerhafter und langanhaltender Schädigung, zum Beispiel durch Alkohol, stark vernarbt ist. Bei Frauen gelten demnach bis zu ein alkoholisches Getränk pro Tag als kritisch, bei Männern der tägliche Genuss von bis zu zwei alkoholischen Getränken, verdeutlichte Ramon Bataller von der Universität of North Carolina at Chapel Hill gemeinsam mit Kollegen auf einem internationalen Kongress von Leber-Spezialisten in Wien. Wurde einer Nation ein in diesem Sinne höherer Alkoholkonsum attestiert, war das Vorkommen der alkoholischen Leberzirrhose um mehr als elf Prozent höher als bei weniger trinkfreudigen Ländern, bei denen der tägliche Alkoholkonsum der Bevölkerung im moderaten Bereich eingestuft wurde.

Die meisten Ländervergleiche, in denen Wissenschaftler Alkoholmissbrauch als Grund für das Vorkommen von alkoholischer Leberzirrhose untersuchen, blickten vor allem auf die jährliche Gesamtmenge, die pro Kopf in einem Land konsumiert wird. Klinische Studien deuteten jedoch darauf hin, dass vor allem der tägliche Konsum größerer Alkoholmengen mit dieser Form der Leberschädigung zusammenhängt, so die Forscher. Für ihre Studie hatten die Forscher deshalb nun Daten von 193 Ländern aus dem Global Status Report on Alcohol and Health, 2014, der WHO genauer unter die Lupe genommen.

HH

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