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Bluthochdruck begünstigt Hautkrebs

26.04.2012

Hautkrebs entsteht nicht nur durch zu langes Sonnenbaden. Auch Stoffwechselerkrankungen und Bluthochdruck können bösartige Hautkrankheiten begünstigen. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die in der Fachzeitschrift British Journal of Dermatology veröffentlicht wurde.

Alte Frau sonnt sich
Der größte Risikofaktor für Hautkrebs ist immer noch das ungeschützte Sonnenbaden.
© digitex - Fotolia

Die Studie war Teil einer Langzeituntersuchung, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Metabolischem Syndrom, einer Stoffwechselstörung, die als Vorstufe von Typ-2-Diabetes gilt, und Krebs befasst. Seit 2006 hatte ein internationales Forscherteam um die Medizinerin Professor Dr. Gabriele Nagel vom Ulmer Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie bei mehr als einer halben Million Männern und Frauen Daten zu Blutdruck, Übergewicht und verschiedenen Stoffwechselwerten untersucht. Ihr Fokus lag dabei auf der Frage, inwieweit diese Faktoren möglicherweise mit der Entstehung von Krebs einhergehen könnten.

Eine solche Verbindung fanden die Wissenschaftler zwischen erhöhtem Blutdruck und dem Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Störungen des Fettstoffwechsels waren den Ergebnissen zufolge hingegen Risikofaktoren für weißen Hautkrebs, darunter besonders für das bösartige Plattenepithelkarzinom.

Ursache für den Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und schwarzem Hautkrebs könnte sein, dass bei den zwei Krankheiten ähnliche Prozesse ablaufen: Bei beiden ist der programmierte Zelltod unterbunden. Dieser bringt normalerweise Körperzellen zum Absterben, wenn ihre Zeit gekommen ist. Überdies teilen sich bei beiden Erkrankungen die Zellen rascher. Auch ein bestimmter Eiweißstoff, der die Entstehung neuer Blutgefäße steuert, tritt bei beiden besonders häufig auf. Anders sieht es beim weißen Hautkrebs aus. Hier geht der Krebs mit erhöhten Triglyzerid-Werten einher.

Auch wenn weiterhin eine zu hohe Strahlenbelastung beim Sonnenbaden als Hauptursache für Hautkrebs gelte, sollten die anderen Risikofaktoren nicht außer Acht gelassen werden, so die Wissenschaftler. Von ihren Erkenntnissen versprechen sie sich neue Ansätze für die Krebsforschung und -therapie.

hh

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