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Brot, Milch, Gewürze: Krebs lauert (nicht) überall

10.12.2012

Fast täglich treffen Nachrichten ein, wonach dieses oder jenes Lebensmittel krebserregend sein soll. Man weiß schon gar nicht mehr, was man unbesorgt essen kann. Ein US-amerikanisches Forscherteam ging nun der Frage nach, was von alldem zu halten ist.

Zwei Kinder schauen auf Chipsteller
Gesund oder nicht? Das ist hier die Frage.
© martinlee - Fotolia
Zwei Kinder schauen auf Chipsteller
Gesund oder nicht? Das ist hier die Frage.
© martinlee - Fotolia

Die Forscher von der Harvard Universität bestimmten 50 der gängigsten Lebensmittelzutaten aus einem Kochbuch. Dazu gehörten beispielsweise Salz, Pfeffer, Mehl, Eier, Zwiebeln, Rindfleisch, Hühnchen, Tomaten, Kartoffeln, Milch, Käse oder Zucker. Dann suchten sie aus wissenschaftlichen Datenbanken Studien heraus, die das Krebsrisiko dieser Nahrungsmittel ermittelten. Und sie wurden fündig: Für 80 Prozent der Zutaten gab es Arbeiten zum Krebsrisiko. Mal war es erhöht, mal sollte das Nahrungsmittel vor Krebs schützen.

Bei genauerer Betrachtung hatten die meisten dieser Ergebnisse jedoch wenig Wert, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift American Journal of Clinical Nutrition. Am Ende zeigte sich, dass nur etwa 5 Prozent der Studien ernstzunehmende Ergebnisse hervorgebracht hatten. Der Rat der Wissenschaftler lautet daher, die Nachrichten zum Krebsrisiko von Nahrungsmitteln gelassen zu nehmen. Die meisten davon seien stark übertrieben.

RF

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