SeniorenGesundheit

Das beruhigt die gereizte Blase

Hanke Huber  |  01.11.2023

Wegen einer Reizblase ständig auf Toilette zu müssen, verschlechtert deutlich die Lebensqualität. Doch man kann Abhilfe schaffen, etwa durch Blasentraining.

Toilettenschild am Bahnhof.
Starker Harndrang, obwohl die Blase nur wenig gefüllt ist - das ist typisch für eine Reizblase.
© FabrikaCr/iStockphoto

Blasentraining kann helfen, eine überaktive Blase besser zu kontrollieren. Es soll die Kapazität der Blase erhöhen und Betroffenen helfen, den Harndrang wieder korrekt wahrzunehmen und nicht mehr sofort und dringend zur Toilette zu müssen. Blasentraining lässt sich allein oder zusätzlich zu Medikamenten oder chirurgischen Maßnahmen einsetzen. Je nach Ursache entscheidet ein Arzt, ob es sinnvoll ist.

1. Tagebuch

Um zu erfassen, wie überaktiv die Blase ist, steht an erster Stelle ein Miktionstagebuch. Darin wird unter anderem vermerkt, wie oft man pro Tag die Toilette aufsucht, zudem die am Tag ungefähr abgegebene Urinmenge (wenig, mittel, viel) und die über Getränke in etwa zugeführte Flüssigkeitsmenge (Anzahl Gläser/Tassen). Was der Arzt noch wissen sollte: Welche Medikamente werden eingenommen und wie oft hat ein Patient es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette geschaff?

2. Toilettenplan

Aufgrund des Tagebuches lässt sich ein Toilettenplan erstellen. Er legt den Abstand zwischen Toilettengängen fest, um die Blase an einen regelmäßigen Rhythmus zu gewöhnen. Man geht von etwa fünf bis sieben Toilettengängen pro Tag aus. Generell gilt es zu vermeiden, vorbeugend zur Toilette zu gehen. Auch nicht bei ersten kleinen Anzeichen. Vielmehr sollte man üben, den Harndrang auch mal auszuhalten. Oft lässt er nach kurzer Zeit von selbst nach. Man kann die "Wartezeit" zum Beispiel bei fünf Minuten ansetzen und die Zeitspanne nach und nach ausdehnen. Die "Trainingszeiten" am besten auch im Toilettenplan notieren. Damit es mit dem Abwarten besser klappt, nicht zu viel daran denken, sondern sich ablenken. Auch eine nach vorn gebeugte Sitzhaltung kann helfen.

3. Trinkplan

Manche Menschen versuchen, weniger zu trinken, damit die Blase nicht "vollläuft". Das ist jedoch nicht gesund. Es hat sich bewährt, den Toilettenplan mit einem Trinkplan zu koppeln. Hier hält man fest, wann man wie viel trinkt. Am besten gewöhnt man sich an, vor oder während der Mahlzeiten ein bis zwei Gläser Wasser zu trinken. Auch Fruchtsaftschorlen oder Tee eignen sich gut, in geringen Mengen auch Kaffee, schwarzer oder grüner Tee. Letztere wirken jedoch harntreibend, wie auch alkoholische Getränke. Damit man nicht vergisst, zwischendurch zu trinken, kann ein Wecker daran erinnern. Für eine ungestörte Nachtruhe empfiehlt es sich, zwei Stunden vor dem Zubettgehen nichts mehr zu trinken.

4. Nicht verzagen

Rückschläge gehören zum Leben – in allen Bereichen. So können Stress, Infekte oder andere Faktoren dazu führen, dass es mit dem Blasentraining nicht so klappt, wie man möchte. Trotzdem hilft es, weiter Buch zu führen. So behält man die Veränderungen im Blick.

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