Digitale Aufgaben für Apotheken ab 2026: ePA und Telemedizin

Elisabeth Kerler  |  23.01.2026 13:28 Uhr

Mehr digitale Services vor Ort: Welche Aufgaben Apotheken künftig übernehmen sollen und was das für Patientinnen und Patienten bedeutet, erklärt die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Älterer Mann zeigt einer Apothekerin sein Smartphone.
Sieht so zukünftig einmal die Anleitung zu Videosprechstunden in der Apotheke vor Ort aus?
© Pressmaster/iStockphoto

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet voran – besonders bei Rezepten, Medikationsübersichten und neuen digitalen Angeboten in Apotheken. Darauf weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in einem Newsletter hin. Viele der Neuerungen können zukünftig den Alltag von Patientinnen und Patienten betreffen.

Zukünftig: Apotheken als Anlaufstelle für Telemedizin

Die Telemedizin, zum Beispiel in Form von Videosprechstunden, sind im Gesundheitswesen angekommen: Mit dem Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens hat der Gesetzgeber die Telemedizin, i als festen Bestandteil der Gesundheitsversorgung verankert. Apotheken sollen dabei eine neue Rolle übernehmen: Mit entsprechender technischer Ausstattung könnten sie Patientinnen und Patienten bei der Nutzung telemedizinischer Angebote unterstützen – etwa durch Beratung und Anleitung. Offene Fragen, zum Beispiel zur Vergütung dieser Leistungen, werden aktuell aber noch in einem Schiedsverfahren geklärt.

Digitaler Medikationsplan in der elektronische Patientenakte vorgesehen

Ein nächster Schritt ist der elektronische Medikationsplan (eMP) in der elektronischen Patientenakte (ePA). Dieser soll künftig nicht nur Medikamente auflisten, sondern auch strukturierte Angaben zur Dosierung und Einnahme enthalten – auch für Betäubungsmittel und rezeptfreie Arzneimittel. Das kann die Arzneimittelsicherheit erhöhen und Missverständnisse vermeiden.

Status quo: E-Rezept und ePA fest etabliert

Bereits seit Herbst 2025 ist die ePA ist verpflichtend für Arztpraxen und Apotheken. Besonders wichtig für den Alltag ist bereits die Medikationsübersicht: Jede Woche werden inzwischen mehr als 28 Millionen Medikationslisten geöffnet. Sie hilft dabei, den Überblick über verordnete Arzneimittel zu behalten.

Das elektronische Rezept ist inzwischen Standard: Seit der bundesweiten Einführung Anfang 2024 wurden bis Ende 2025 bereits mehr als eine Milliarde E-Rezepte ausgestellt und eingelöst. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das mehr Flexibilität: Rezepte können mit der elektronischen Gesundheitskarte, per App oder als Ausdruck in jeder Apotheke eingelöst werden.

Digitalisierung soll Versorgung erleichtern

Ziel all dieser Schritte ist es, Abläufe einfacher, transparenter und sicherer zu gestalten. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: weniger Papier, mehr Überblick und neue Unterstützungsangebote direkt vor Ort in der Apotheke.

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