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Nach dem Sport: Fast Food genauso gut wie Sport-Drinks

09.04.2015

Wer nach einem anstrengenden Ausdauertraining Lust verspürt, noch schnell einer der bekannten Fast-Food-Ketten einen Besuch abzustatten, sollte sich nicht davon abhalten lassen. Das zumindest deutet eine neue Studie an: Eine kleine Portion Fast Food kann danach nach dem Training genauso gut sein wie teure Sportgetränke, Eiweiß-Shakes oder Energieriegel.

Sommer: Läufer sitzend draußen, Türkises Sportshirt o.Ä., Drink in der Hand, lächelnd
Spezielle Sport-Drinks versprechen schnelle Regeneration nach dem Training. Der Körper gibt sich jedoch auch mit weniger ausgeklügelten Nahrungsmitteln zufrieden.
© Maridav - Fotolia

Um den körpereigenen Energiespeicher nach intensiven Trainingseinheiten wieder mit Kohlenhydraten aufzuladen, sind Burger und Pommes genauso gut geeignet wie speziell für Sportler entwickelte Energielieferanten. Das schließen Wissenschaftler der University of Montana aus den Ergebnissen einer kleinen Studie, die sie mit Radfahrern durchgeführt hatten. In Blut- und Gewebeproben der Sportler, die sich nach dem Training verschieden ernährt hatten, fanden sie keine Unterschiede für Blutzucker- oder Insulinwerte. Auch die Erholung der Energiespeicher war in beiden Fällen gleich. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism. Darüber hinaus zeigte sich, dass sich die unterschiedlichen Nahrungsmittel nicht auf die Leistungsfähigkeit der Radfahrer in einem späteren Zeitfahren auswirkten. Fast Food habe den gleichen positiven Effekt auf die Energiespeicher der Muskeln wie die meist teuren Sport-Nahrungsmittel, schließen die Forscher aus ihren Ergebnissen. Gleichzeitig betonen sie, dass es dabei nur um kleine Mengen Fast Food gehandelt hatte, nicht um Riesenportionen.

Die Forscher hatten elf Radsportler zunächst 90 Minuten intensiv in die Pedale treten lassen, um die Kohlenhydrat-Speicher zu leeren. Danach folgte eine vierstündige Erholungsphase, in deren Anschluss Athleten ein 20-Kilometer-Zeitfahren bewältigten. Dies wurde zwei Mal durchgeführt, wobei die Sportler einmal in der Pause spezielle Sportgetränke oder Power-Riegel, erhielten. Das andere Mal servierten die Forscher in der Erholungsphase das, was gemeinhin unter ungesund läuft: Hash Browns, das sind amerikanische Kartoffelpuffer, Pommes, Burger, und Cola. Im Verlauf der Experimente nahmen die Wissenschaftler Blut- und Gewebeproben der Radsportler.

HH

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