Baby & Familie

Föten mögen Musik am liebsten "von innen"

19.09.2017

Schon im Bauch der Mutter reagiert der Fötus auf Musik – und zwar offenbar stärker auf solche, die im Körperinnern abgespielt wird, als auf eine, die von außen kommt. Dies haben Forscher aus Spanien entdeckt und erhielten dafür in Harvard einen Ig-Nobelpreis, mit dem kuriose Forschungsergebnisse ausgezeichnet werden.

Dass ihr Baby schon im Bauch auf Musik reagiert, wissen viele werdende Mütter aus eigener Erfahrung.
Dass ihr Baby schon im Bauch auf Musik reagiert, wissen viele werdende Mütter aus eigener Erfahrung.
© Drobot Dean - Fotolia.com
Dass ihr Baby schon im Bauch auf Musik reagiert, wissen viele werdende Mütter aus eigener Erfahrung.
Dass ihr Baby schon im Bauch auf Musik reagiert, wissen viele werdende Mütter aus eigener Erfahrung.
© Drobot Dean - Fotolia.com

Die Wissenschaftler um Marisa López-Teijón vom Institut Marquès in Barcelona hatten die Reaktion von Föten auf Musik untersucht. Mit Hilfe von Ultraschall blickten sie bei 106 Schwangeren auf die Mimik der Ungeborenen, die zwischen der 14. und 39. Schwangerschaftswoche entweder mit einer Flötenmelodie über den Bauch von außen, derselben Melodie über die Vagina von innen oder einer Vibration über die Vagina beschallt worden waren.

Bei einem Alter im Mutterleib von über 16 Wochen führte die intravaginale Musik bei 87 Prozent der Föten zu einer speziellen Mundhaltung, bzw. zu einem Öffnen des Mundes, und bei fast der Hälfte zu einem Vorstrecken der Zunge. Die Reaktion der Föten habe sich deutlich zur Reaktion auf Musik von außen und intravaginale Vibration unterschieden, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Ultrasound berichteten. Die Häufigkeit des Zungevorstreckens habe bei der von innen verabreichten Musik mit dem Alter zugenommen. Föten zwischen 16 und 39 Wochen reagierten auf Intravaginal-Musik mit sich wiederholenden Mund- und Zungenbewegungen, was sonst nicht zu beobachten war.

Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass Nervenverbindungen, die an Hören und Bewegen beteiligt sind, schon in einem Gestationsalter von 16 Wochen vorhanden sind. Sie könnten dazu beitragen, diagnostische Methoden zu entwickeln, mit deren Hilfe man schon vor der Geburt das Gehör von Ungeborenen überprüfen könne. Außerdem eröffne es Möglichkeiten zu neurologischen Stimulation des Fötus.

HH

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