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Krebs: 2-Fragen-Test gibt Hinweis auf Depression

23.09.2013

Schon mit zwei einfachen Fragen lässt sich feststellen, ob Menschen mit einer Krebserkrankung Gefahr laufen, an einer Depression zu erkranken. Dies könnte aufwändigere Befragungen, die zu gleich guten oder schlechteren Ergebnissen kommen, ersetzen, berichteten US-amerikanische Forscher.

Patientin in mittleren Jahren mit Ärztin, die ein Clipboard in der Hand hält und ihr Fragen stellt.
Die Antworten auf zwei einfach Fragen erlauben es Ärzten abzuschätzen, ob ein Krebs-Patient Gefahr läuft, an einer Depression zu erkranken.
© Alexander Raths - Fotolia

Die zwei Fragen, mit denen sich ein Depressions-Risiko abschätzen lässt, sind folgende:

  1. Hatten Sie in den vergangenen zwei Wochen wenig Interesse oder Freude daran, Dinge zu tun?
  2. Fühlten Sie sich in den vergangenen zwei Wochen niedergeschlagen, depressiv oder hoffnungslos?

Wird eine Frage mit "überhaupt nicht" beantwortet, wird dies mit 0 Punkten bewertet. Lautet die Antwort "an mehreren Tagen" gibt es 1 Punkt, für die Antwort "an mehr als der Hälfte der Tage" 2 Punkte und für "fast jeden Tag" 3 Punkte, erläuterten die Forscher auf einer Tagung von Spezialisten auf dem Fachgebiet der Strahlentherapie in Maywood, USA. Komme ein Krebspatient bei beiden Fragen zusammen auf drei oder mehr Punkte, bestehe der Verdacht auf eine Depression, so die Wissenschaftler.

Der 2-Fragen-Test ist im Prinzip die stark gekürzte Version eines längeren Depressions-Tests mit neun Fragen. Der Kurz-Test komme zu gleich guten Ergebnissen, beschränke sich allerdings auf die ersten zwei Fragen, erklärten die Forscher. Dies erleichtert die Anwendung. "Wir hoffen, dass dadurch mehr Krebspatienten auf eine mögliche Depression hin untersucht werden und falls nötig eine entsprechende Behandlung bekommen", sagte der Strahlentherapeut William Small, Jr. Andere Testverfahren schnitten im Vergleich zum Kurz-Test schlechter ab.

HH

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