Lambliasis

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  19.03.2026 00:00 Uhr

Lambliasis, auch Giardiasis genannt, ist eine durch einzellige Parasiten im Darm verursachte Infektion, die vor allem zu Durchfall, Bauchschmerzen und allgemeinem Unwohlsein führt. Eine Lambliasis wird meist durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen.

Krankheitsbild

Die Lambliasis ist eine Infektion des Dünndarms, die durch den Parasiten Giardia lamblia ausgelöst wird. Die Erreger heften sich an die Darmschleimhaut und stören die Verdauung. Viele Infizierte bemerken zunächst wenig oder gar keine Beschwerden, andere entwickeln deutliche Magen-Darm-Symptome. Die Erkrankung kann sowohl akut als auch über längere Zeit bestehen und tritt weltweit besonders in Regionen mit eingeschränkter Hygiene auf.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden können plötzlich beginnen oder sich schleichend entwickeln. Typisch ist eine anhaltende Störung der Verdauung, die den Alltag stark beeinträchtigen kann. Häufig beobachtet man:

  • Wässrige oder übelriechende Durchfälle
  • Bauchschmerzen und Blähungen
  • Übelkeit und gelegentlich Erbrechen
  • Ungewollten Gewichtsverlust
  • Müdigkeit und allgemeine Schwäche

Der Verlauf ist meist gutartig, kann jedoch bei geschwächten Menschen länger anhalten. Einige Betroffene erleben wiederkehrende Phasen mit Beschwerden.

Folgen/Komplikationen

Bleibt die Infektion unbehandelt, kann es zu Problemen bei der Aufnahme wichtiger Nährstoffe kommen. Dadurch drohen Gewichtsverlust, Vitaminmangel und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Bei Kindern kann dies das Wachstum beeinträchtigen. Schwere Komplikationen sind selten treten aber eher bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf. Eine frühzeitige Behandlung verhindert in der Regel langfristige Schäden.

Ursachen/Risikofaktoren

Die Lambliasis wird meist durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrung übertragen. Auch enger Kontakt mit infizierten Personen oder verunreinigten Oberflächen kann eine Rolle spielen. Ein erhöhtes Risiko besteht auf Reisen in Regionen mit eingeschränkter Hygiene, bei ungefiltertem Wasser aus Seen oder Bächen sowie in Gemeinschaftseinrichtungen, in denen sich Erreger leichter verbreiten können.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er behandelt meist mit ausgewählten antimikrobiellen Wirkstoffgruppen, die gezielt gegen den Parasiten wirken.
Das kann man selbst tun: Betroffene können zusätzlich auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, leichte Kost wählen und Hygienemassnahmen einhalten. Selbsthilfe hat klare Grenzen, denn ohne passende Medikamente heilt die Infektion oft nicht vollständig ab. Bei anhaltendem Durchfall, Gewichtsverlust oder Schwäche sollte schnell ärztliche Hilfe gesucht werden.Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast

Im Fokus diesmal: E-Zigaretten bei Kindern und Jugendlichen auf dem Vormarsch, ein neues Medikament,…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben