Podcast: Laktoseintoleranz erkennen und richtig handeln

aponet.de  |  11.11.2025 09:15 Uhr

Wie man trotz Laktoseintoleranz beschwerdefrei genießt – mit klaren Tipps zu Diagnose, Ernährung und Alltag von der Ernährungswissenschaftlerin Katrin Faßnacht-Lee.

Wie häufig ist Laktoseintoleranz – und wo kommt sie vor?

In Deutschland sind rund 15 bis 20 % der Menschen von Laktoseintoleranz betroffen. Sabine Sebald spricht mit der Ernährungswissenschaftlerin Katrin Fastnacht-Lee darüber, warum diese Zahl regional so stark schwankt. Während in Nordeuropa nur etwa 2 % betroffen sind, liegt der Anteil im Mittelmeerraum bei rund 25 %. Die Ursache: genetische Unterschiede in der Laktaseproduktion.

Was passiert im Körper bei Laktoseintoleranz?

Laktoseintoleranz entsteht, wenn der Körper zu wenig Laktase bildet – ein Enzym, das den Milchzucker (Laktose) spaltet. Wird Laktose nicht abgebaut, gelangt sie unverdaut in den Dickdarm. Dort bauen Bakterien sie ab und produzieren Gase. Typische Symptome sind Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und Durchfall.

Wie wird Laktoseintoleranz sicher diagnostiziert?

Laut Fastnacht-Lee kann ein sieben Tage Ernährungs- und Symptomprotokoll helfen, Zusammenhänge zwischen Nahrungsmitteln und Beschwerden zu erkennen. Ärzt:innen nutzen außerdem den H2-Atemtest: Nach dem Trinken einer laktosehaltigen Lösung wird der Wasserstoffgehalt in der Atemluft gemessen. Steigt dieser an, ist eine Laktoseintoleranz wahrscheinlich.

Welche Lebensmittel enthalten Laktose – und welche nicht?

Nicht alle Milchprodukte müssen gemieden werden. Die Expertin erklärt, dass viele Betroffene 10–15 g Laktose pro Tag vertragen. Besonders viel Laktose steckt in Milch, Quark, Pudding, Eis und Sahne. Butter, Hartkäse (z. B. Emmentaler, Edamer) und manche Weichkäse wie Camembert enthalten dagegen kaum Laktose. Auch in verarbeiteten Lebensmitteln wie Backwaren, Süßigkeiten oder Fertigsaucen kann versteckte Laktose vorkommen.

Laktasetabletten: Hilfe oder Ersatz?

Für Restaurantbesuche oder Einladungen können Laktasetabletten eine praktische Hilfe sein. Katrin Fastnacht-Lee rät aber, die Dosierung individuell zu testen und sich bei Unsicherheiten in der Apotheke beraten zu lassen. Die Tabletten sind keine Dauerlösung, sondern unterstützen in besonderen Situationen.

So gelingt der Alltag mit Laktoseintoleranz

Wer seine persönliche Toleranzgrenze kennt, kann problemlos und genussvoll essen. Eine bewusste Ernährung mit laktosearmen Produkten, kombiniert mit Wissen über die eigene Verträglichkeit, macht den Alltag deutlich leichter. Fastnacht-Lee betont: „Ein Leben mit Laktoseintoleranz ist gut möglich – wenn man seinen Körper versteht.“

Wie häufig ist Laktoseintoleranz – und wo kommt sie vor?

In Deutschland sind rund 15 bis 20 % der Menschen von Laktoseintoleranz betroffen. Sabine Sebald spricht mit der Ernährungswissenschaftlerin Katrin Fastnacht-Lee darüber, warum diese Zahl regional so stark schwankt. Während in Nordeuropa nur etwa 2 % betroffen sind, liegt der Anteil im Mittelmeerraum bei rund 25 %. Die Ursache: genetische Unterschiede in der Laktaseproduktion.

Was passiert im Körper bei Laktoseintoleranz?

Laktoseintoleranz entsteht, wenn der Körper zu wenig Laktase bildet – ein Enzym, das den Milchzucker (Laktose) spaltet. Wird Laktose nicht abgebaut, gelangt sie unverdaut in den Dickdarm. Dort bauen Bakterien sie ab und produzieren Gase. Typische Symptome sind Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und Durchfall.

Wie wird Laktoseintoleranz sicher diagnostiziert?

Laut Fastnacht-Lee kann ein sieben Tage Ernährungs- und Symptomprotokoll helfen, Zusammenhänge zwischen Nahrungsmitteln und Beschwerden zu erkennen. Ärzt:innen nutzen außerdem den H2-Atemtest: Nach dem Trinken einer laktosehaltigen Lösung wird der Wasserstoffgehalt in der Atemluft gemessen. Steigt dieser an, ist eine Laktoseintoleranz wahrscheinlich.

Welche Lebensmittel enthalten Laktose – und welche nicht?

Nicht alle Milchprodukte müssen gemieden werden. Die Expertin erklärt, dass viele Betroffene 10–15 g Laktose pro Tag vertragen. Besonders viel Laktose steckt in Milch, Quark, Pudding, Eis und Sahne. Butter, Hartkäse (z. B. Emmentaler, Edamer) und manche Weichkäse wie Camembert enthalten dagegen kaum Laktose. Auch in verarbeiteten Lebensmitteln wie Backwaren, Süßigkeiten oder Fertigsaucen kann versteckte Laktose vorkommen.

Laktasetabletten: Hilfe oder Ersatz?

Für Restaurantbesuche oder Einladungen können Laktasetabletten eine praktische Hilfe sein. Katrin Fastnacht-Lee rät aber, die Dosierung individuell zu testen und sich bei Unsicherheiten in der Apotheke beraten zu lassen. Die Tabletten sind keine Dauerlösung, sondern unterstützen in besonderen Situationen.

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