Mysteriöser Brauch: Was hat der Osterhase mit Ostern zu tun?

Rüdiger Freund  |  04.04.2026 07:25 Uhr

Ostern ohne Osterhasen? Das ist genauso wenig denkbar, wie auf Ostereier zu verzichten. Doch woher kommt diese Figur eigentlich, wenn sie in der christlichen Tradition gar nicht vorkommt? Ein Blick in die Geschichte zeigt: Hinter dem Hasen steckt mehr als nur süße Schokolade.

Häschen, schaut in die Kamera.
Der Hase ist das unumstrittene Symbol für das Osterfest. Doch woher kommt er eigentlich?
© Deddeda Stemler/iStockphoto

Warum gehört der Osterhase zu Ostern?

Der Osterhase ist heute fester Bestandteil des Osterfests. Kinder freuen sich auf die Suche nach versteckten Eiern, Erwachsene genießen Schokoladenhasen. Doch ursprünglich hat der Hase mit der christlichen Botschaft von der Auferstehung Jesu nichts zu tun. In der Bibel taucht er nicht auf.

Historiker gehen davon aus, dass sich christliche und vorchristliche Bräuche im Laufe der Zeit vermischt haben. Als das Christentum in Mitteleuropa verbreitet wurde, traf es auf bestehende Frühlingsfeste. Diese feierten das Ende des Winters und das Wiedererwachen der Natur. Die Verbindung lag nahe: neues Leben in der Natur und neues Leben durch die Auferstehung.

Fruchtbarkeit und Neubeginn: Die Symbolik des Hasen

Der Hase gilt seit jeher als Symbol für Fruchtbarkeit und Vitalität. Gerade im Frühjahr, wenn die Natur erwacht, passt dieses Bild besonders gut. Hasen vermehren sich schnell, was ihnen schon früh den Ruf eingebracht hat, für Wachstum und neues Leben zu stehen.

Diese Symbolik machte den Hasen zu einer idealen Figur für das Frühlingsfest. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte er sich so zu einem festen Bestandteil des Osterbrauchtums.

Hat der Osterhase heidnische Wurzeln?

Eine verbreitete Theorie führt den Osterhasen auf die germanische Frühlingsgöttin Eostre oder Ostara zurück. Der Hase soll ihr Begleiter gewesen sein. Auch der Name „Ostern“ könnte sich von dieser Göttin ableiten. Allerdings ist diese Göttin historisch nicht eindeutig belegt. Experten sind sich hier uneinig. Dennoch zeigt die Theorie, wie stark alte Naturvorstellungen das heutige Osterfest geprägt haben.

Vom Brauch zur Schokoladentradition

Heute erlebt der Osterhase jedes Jahr ein kleines Comeback, vor allem in Form von Schokolade. Supermärkte sind voll von Hasen in allen Größen, und das Verstecken von Süßigkeiten gehört für viele Familien fest dazu.

Ob die Schokohasen tatsächlich aus übrig gebliebenen Weihnachtsmännern entstehen, bleibt ein beliebtes Gerücht. Sicher ist: Der Osterhase hat sich vom Symbol der Fruchtbarkeit zu einem festen Bestandteil moderner Osterfreude entwickelt.

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