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Migräne und Karpaltunnelsyndrom hängen zusammen

25.03.2015

Plastische Chirurgen aus den USA haben herausgefunden, dass das sogenannte Karpaltunnelsyndrom, das mit einem Taubheitsgefühl, Kribbeln und Schmerzen in Fingern und Hand einhergeht, und Migräne-Kopfschmerzen miteinander zu tun haben könnten.

Dunkelhaarige Frau um die 30, weißer Laptop, weißer Schreibtisch, Maus, hält sich schmerzendes, rechtes Handgelenk
Das Karpaltunnelsyndrom geht mit Schmerzen in Fingern und Hand einher.
© Lars Zahner - Fotolia

Wie die Analyse der Daten von fast 26.000 US-Amerikanern zeigte, war für Personen mit einem Karpaltunnelsyndrom die Gefahr, eine Migräne zu bekommen, mehr als doppelt so hoch. Andersherum war auch für Migräne-Patienten die Wahrscheinlichkeit, ein Karpaltunnelsyndrom zu entwickeln, erhöht. Risikofaktoren, die beide Krankheiten teilten, waren Übergewicht, Diabetes, Rauchen und weibliches Geschlecht, wobei die Handerkrankung eher bei älteren, Migräne eher bei jüngeren Personen auftrat. Dies berichten Forscher um Dr. Huay-Zong Law von der University of Texas. Wie die beiden Krankheiten zusammenhängen ist ihnen bislang unklar.

Das Karpaltunnelsyndrom gehört zu den Nervenkrankheiten, bei denen aufgrund eines Engpasses Druck auf einen Nerv ausgeübt wird – hier einem Nerv im Bereich des Handgelenks. Migräne wurde in der Vergangenheit dagegen nicht mit einem Druck auf Nerven in Verbindung gebracht. Mittlerweile gebe es jedoch Hinweise darauf, dass Druck auf Nerven in Kopf und Nackenbereich vielleicht doch eine Rolle spielen könnten, denn manche Patienten reagierten positiv auf eine operative Druckentlastung, so die Forscher. Sie schränken aber auch ein, dass diese Idee sehr kontrovers diskutiert werde und längst nicht alle Mediziner diese Vorstellung teilten.

Die Wissenschaftler plädieren für weitere Studien, in denen unter anderem untersucht werden sollte, ob Migräne ein früher Hinweis auf ein späteres Risiko für das Karpaltunnelsyndrom ist. Falls ja, könnte dies eine frühere Diagnose und Behandlung ermöglichen, wenn nicht sogar der Prävention dienen, so die Forscher.

HH

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