Nierensteine sind feste Ablagerungen aus Mineralsalzen, die sich in den Nieren bilden und beim Abgang starke Schmerzen verursachen können. Zu wenig Flüssigkeit, eine unausgewogene Ernährung oder bestimmte Erkrankungen können das Risiko erhöhen. Hier erfahren Sie, welche Symptome auftreten, wie Nierensteine behandelt werden und was Sie zur Vorbeugung tun können.

Nierensteine (Urolithiasis) entstehen, wenn bestimmte Substanzen im Urin in hoher Konzentration vorliegen und sich zu Kristallen verbinden. Diese können in den Nieren verbleiben oder sich in den Harnleiter bewegen – was zu heftigen Schmerzen, sogenannten Koliken, führen kann. Die Größe und Zusammensetzung der Steine ist sehr unterschiedlich: Einige bleiben klein und unauffällig, andere blockieren den Harnabfluss.
Man unterscheidet verschiedene Steinarten, zum Beispiel Kalziumoxalat-, Harnsäure- oder Struvitsteine, je nachdem, welche Stoffe beteiligt sind. Die Behandlung richtet sich nach Größe, Lage und Beschwerden. Nierensteine treten häufig wiederholt auf, weshalb Vorbeugung durch Lebensstil und Ernährung eine wichtige Rolle spielt.
Nierensteine verursachen oft keine Beschwerden, solange sie in der Niere bleiben. Sobald sie jedoch in den Harnleiter wandern, kann es zu plötzlichen, sehr starken Schmerzen kommen – ein klassisches Zeichen für eine Nierenkolik. Die Beschwerden hängen von der Größe, Lage und Bewegung des Steins ab.
Typische Symptome:
Nicht alle Nierensteine verursachen sofort Beschwerden. Kleine Steine können unbemerkt mit dem Urin ausgeschieden werden, während größere oder ungünstig gelegene Steine heftige Koliken auslösen.
Der Verlauf einer Nierensteinerkrankung kann sehr unterschiedlich sein: Manche Betroffene merken lange Zeit nichts von ihren Steinen – besonders, wenn diese klein sind und keine Harnwege blockieren. Oft werden solche Steine zufällig bei Ultraschall oder Röntgen entdeckt.
Wandert ein Stein in den Harnleiter, kann er dort den Harnabfluss behindern – die Folge sind heftige Schmerzen (Nierenkolik) und unter Umständen ein Rückstau des Urins bis in die Niere. Dieser Zustand kann Nierenschäden verursachen, wenn er nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.
In vielen Fällen lösen sich kleinere Steine bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr von selbst und werden mit dem Urin ausgeschieden. Größere Steine benötigen unter Umständen eine medikamentöse Therapie, Zertrümmerung (Stoßwellentherapie) oder einen chirurgischen Eingriff.
Ohne Behandlung besteht die Gefahr wiederkehrender Koliken, chronischer Schmerzen, Harnwegsinfekte, Blut im Urin und im schlimmsten Fall einer dauerhaften Nierenschädigung.
Nierensteine entstehen, wenn sich bestimmte Salze und Mineralien im Urin in zu hoher Konzentration befinden und Kristalle bilden. Bleiben diese Kristalle bestehen, können sie sich zu größeren Ablagerungen verbinden. Der Körper ist zwar in der Lage, kleine Kristalle mit dem Urin auszuscheiden – doch bei einem Ungleichgewicht im Urin können sich diese zu festen Steinen entwickeln.
Die Entstehung von Nierensteinen ist oft multifaktoriell. Wer zu wenig trinkt, sich einseitig ernährt oder an bestimmten Vorerkrankungen leidet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko.
Die Diagnose beginnt mit einer gründlichen Befragung zu den Beschwerden (zum Beispiel plötzliche Flankenschmerzen, Blut im Urin) sowie einer körperlichen Untersuchung. Schon die typische Schmerzlokalisation und -intensität kann auf eine Nierenkolik hinweisen. Zur Absicherung und genauen Beurteilung kommen die folgenden Untersuchungen zum Einsatz.
Die Diagnose lässt sich meist schnell stellen – moderne Bildgebung zeigt Größe und Lage des Steins, Blut- und Urinuntersuchungen helfen, mögliche Ursachen und Komplikationen zu erkennen.
Die Behandlung richtet sich nach Größe, Lage und Beschwerdebild. Viele kleine Nierensteine können spontan mit dem Urin ausgeschieden werden, während größere oder steckengebliebene Steine gezielt behandelt oder entfernt werden müssen.
Das Diabetesmedikament Empagliflozin zeigt in Studien auch bei nicht-diabetischen Patienten Potenzial zur Vorbeugung von Nierenstein-Rückfällen. Gleichzeitig wurde die Wirksamkeit von Thiazid-Diuretika wie Hydrochlorothiazid infrage gestellt – eine aktuelle Studie fand keinen Vorteil gegenüber Placebo. Diese Erkenntnisse könnten künftig die Behandlung und Vorbeugung von Nierensteinen beeinflussen – derzeit sind weitere Studien in Planung.
zuletzt aktualisiert: 23.01.2025
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