Die Nase läuft im Winter? Statt einer Erkältung kann auch eine Pollenallergie dahinterstecken: Hasel- und Erlenpollen fliegen oft schon früh.

Viele Menschen denken bei einer Pollenallergie an Frühling und blühende Wiesen. Doch für zahlreiche Betroffene beginnt die Allergiesaison manchmal schon im Winter. Dahinter stecken häufig Hasel- und Erlenpollen: Sie zählen zu den ersten Pollen des Jahres und können für überraschende Beschwerden sorgen. Darauf weist der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) hin. Wer im Winter plötzlich Niesattacken, juckende Augen oder eine laufende Nase hat, könnte statt einer Erkältung auch eine Allergie haben. Denn manchmal führt eine Allergie auf sogenannte „Frühblüher“ zu den Symptomen.
Die Hasel gehört zu den Frühblühern. Bereits ab Januar, in milden Wintern sogar schon im Dezember, beginnt ihre Zeit als Pollenquelle. Durch veränderte Klimabedingungen kann die Pollensaison so früher starten.
Haselpollen können Kreuzreaktionen auslösen, etwa mit Haselnüssen, Äpfeln oder Steinobst. Typisch sind Juckreiz oder Kribbeln im Mund nach dem Verzehr roher Lebensmittel. Viele Betroffene bringen diese Beschwerden zunächst nicht mit ihrer Pollenallergie in Verbindung, sondern vermuten eher eine „neue“ Nahrungsmittelallergie.
Hasel, Erle und Birke gehören zur gleichen Pflanzenfamilie. Wer auf Haselpollen allergisch reagiert, entwickelt daher häufig später im Jahr auch Beschwerden durch andere Frühblüher. Das Immunsystem werde früh „in Alarmbereitschaft“ versetzt, so der DAAB, was dazu beitragen könne, dass die gesamte Pollensaison als besonders belastend empfunden wird.
Seit einigen Jahren trägt auch die nichtheimische Purpurerle zum frühen Start der Allergiesaison bei. Diese klimaverträgliche Erle wird zunehmend angepflanzt und blüht früher als heimische Arten – teilweise bereits im Dezember.
Regen bedeutet nicht automatisch pollenfreie Luft. Leichter oder kurzer Regen reicht oft nicht aus, um Pollen vollständig aus der Luft zu waschen. Zusätzlich können Pollen durch Wind über weite Strecken transportiert werden – auch aus Regionen, in denen es gerade trockener ist. So können Beschwerden auch auftreten, wenn die pflanzlichen Auslöser vor Ort noch nicht sichtbar blühen.
Wer frühzeitig vorbereitet ist, kann Beschwerden besser einordnen und gezielt reagieren. Daher empfiehlt der DAAB:
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