Die Verbreitung des Chikungunya-Virus in der Karibik nimmt wieder zu. Das Zentrum für Reisemedizin verweist auf das erhöhte Infektionsrisiko und empfiehlt sich zu schützen.

In mehreren Regionen der Karibik steigt die Zahl der Chikungunya-Infektionen deutlich an. Das meldet das Centrum für Reisemedizin (CRM) in einer Pressemitteilung. „Reisende sollten unbedingt auf sorgfältigen Mückenschutz achten und sich im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung über Impfoptionen informieren“, erklärt CRM-Professor Tomas Jelinek.
Das Zentrum rät:
Moskitonetze
Zusätzlich stehen inzwischen Impfstoffe gegen Chikungunya zur Verfügung. Eine reisemedizinische Beratung hilft Risiken besser einzuschätzen und geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.
Chikungunya wird durch Stechmücken übertragen und kann zu hohem Fieber sowie starken Gelenk- und Muskelschmerzen führen. Die Symptome können Wochen oder sogar Monate anhalten. Schwere Krankheitsverläufe sind selten, treten aber bei älteren Menschen oder Personen mit schweren Vorerkrankungen auf.
Besonders betroffen ist derzeit Surinam: Seit Mitte Januar stiegen die Infektionen binnen weniger Wochen von acht auf 134 Fälle an. Aber auch Französisch-Guayana wurde die erste Ansteckung nach elf Jahren bestätigt. Die Behörden reagieren mit verstärkten Maßnahmen zur Mückenbekämpfung.
Auch außerhalb der Karibik werden steigende Zahlen beobachtet, unter anderem in Brasilien. „Diese Fälle zeigen deutlich, dass sich Chikungunya im karibischen Becken und weiteren Regionen ausdehnt“, so Jelinek.
Noch treten Chikungunya-Infektionen in Deutschland fast ausschließlich nach Auslandsreisen auf. Die Asiatische Tigermücke – eine geeignete Überträgermücke – kommt inzwischen auch hierzulande vor, erklärt das CRM. Das individuelle Risiko kann sich nach aktueller Lage und bei Reisen schnell ändern.
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