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Rauchen: Mit den drei "A" gelingt der Ausstieg

05.01.2015

"So gut wie jeder Raucher hat schon mal versucht aufzuhören. Das dauerhafte Aufhören fällt aber vielen schwer, weil Nikotin körperlich abhängig macht", sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Rezeptfreie Arzneimittel mit Nikotin und eine Faustregel können helfen.

Rote Lippen mit weißer Zigarette
Zu schön, um gesund zu sein: Fast jeder Raucher hat schon mal darüber nachgedacht, den Zigaretten abzuschwören.
© Marco Mayer - Fotolia

Beim Rauchen aktiviert Nikotin das Belohnungszentrum im Gehirn innerhalb weniger Sekunden. Doch ohne die regelmäßige Dosis Nikotin entstehen Entzugssymptome wie Unruhe oder Reizbarkeit. Um diesen aus dem Weg zu gehen, stecken sich viele Aufhörwillige die nächste Zigarette an. Nikotinhaltige Arzneimittel können die Entzugssymptome abmildern. Benkert: „Nikotinersatzmittel sind nur für eine Übergangszeit gedacht. Sie reichen alleine meist nicht aus, um sich dauerhaft von der Zigarette zu verabschieden. Wer aufhören will, muss vor allem seine innere Einstellung ändern.“

Je nach Rauchverhalten sind verschiedene Arzneiformen wie Kaugummis oder Pflaster empfehlenswert. Kaugummis eignen sich vor allem für Raucher, die zu bestimmten Gelegenheiten geraucht haben. Nikotinpflaster eignen sich eher für Raucher, die regelmäßig über den ganzen Tag geraucht haben. Die Pflaster sorgen für eine konstante Nikotinkonzentration im Blut; sie haben eine Wirkdauer von etwa 16 bis 24 Stunden.

Vor einem geplanten Rauchstopp hilft es, sich klar zu machen, welche Gewohnheiten man mit dem Rauchen verbindet und wie diese ersetzt werden können. Ist das Rauchen an bestimmte Situationen gekoppelt, etwa nach dem Essen, sollte man neue Rituale finden, zum Beispiel, sich nach dem Essen die Zähne zu putzen. Ist das Verlangen nach der Zigarette an Schlüsselreize wie Kaffee gebunden, hilft es, in der ersten Zeit auf ein anderes Getränk umzusteigen.

Wird das akute Verlangen zu groß, helfen die drei "A"-Tipps:

  1. Aufschieben – etwa zehnmal tief durchatmen.
  2. Ausweichen, zum Beispiel den Raucherbereich im Bahnhof meiden.
  3. Ablenken, zum Beispiel jemanden anrufen. Statt einer Zigarette kann man auch einen Lutscher in den Mund nehmen. Dann sind auch die Hände und die Lippen beschäftigt.

BAK

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