Nicht nur im Büro, auch zu Hause gibt es viele „Ergonomie-Fallen“, die unseren Rücken unbemerkt belasten. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. gibt Tipps, wo Gefahren stecken und wie sie sich clever vermeiden lassen.

„Wir unterschätzen, wie sehr uns scheinbar harmlose Alltagsroutinen belasten können“, erklärt Detlef Detjen, Geschäftsführer der AGR. „Oft reichen schon kleine Veränderungen, um den Rücken spürbar zu entlasten.“ Ein paar kleine Alltagstipps:
Statt sich die Schuhe wacklig im Stehen oder knieunfreundlich in der Hocke anzuziehen, lieber einen kleinen Tritt verwenden oder sich auf eine stabile Sitzgelegenheit setzten.
Die Waschmaschine sollte möglichst erhöht stehen. Auf diese Weise lässt sich unnötiges Bücken vermeiden. Das geht besonders bei großen Wäschemengen auf den Rücken.
Die Höhe der Arbeitsfläche sollte zur Körpergröße passen. Faustregel: Abstand vom Boden bis zur Ellenbogenunterkante minus 10 bis 15 Zentimeter. Ist die Küche bereits vorhanden, kann ein höherer Tresen oder Stehtisch den Rücken entlasten.
Der Esstisch ist ein Ort, an dem viele Menschen häufig lange sitzen – zum Essen, Lesen, Arbeiten, Spielen. Dynamische Sitzen wird durch bewegliche Stühle ermöglicht. Sie unterstützen die Muskulatur und fördern einen Wechsel der Haltung.
Klar darf man es sich auf dem Sofa gemütlich machen – aber besser immer mal wieder kurze Bewegungspausen einbauen. Das hilft, Verspannungen vorzubeugen
Ein gutes Bett unterstützt den Rücken. „Die Matratze sollte alle 8 bis 10 Jahre ausgetauscht werden“, rät Detjen.
Im Badezimmer sind rutschfeste Matten und stabile Einstiegshilfen und Haltegriffe an der Badewanne wichtige Rückenschutzmaßnahmen.
Wer den Einbeinstand beim Zähneputzen zur Routine macht, trainiert damit das Gleichgewicht, beugt Stürzen vor und verbessert die Fuß- und Gelenkfunktion.
Alles gleichzeitig zu ändern, lässt sich oft nicht realisieren. Doch worauf sollte man den Fokus zuerst legen? Hier rät Detjen zu einem persönlichen Belastungscheck: „Fragen Sie sich: Was mache ich besonders oft und lange? Dort sollten Sie ansetzen.“ Für Menschen, die täglich kochen, hat die richtige Arbeitshöhe in der Küche einen weit höheren Stellenwert als für Menschen, die vorrangig in der Kantine essen. Komfortable und ergonomische Sitzmöbel sind dagegen vielleicht für Menschen wichtiger, die viel unterwegs sind und sich abends gerne auf dem Sofa erholen.
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Im Fokus diesmal: Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Luftbelastung durch duftende Putzmittel…
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