Was ist eine Absence?
Sogenannte Absencen treten im Rahmen einer generalisierten Epilepsie auf. Betroffene unterbrechen plötzlich ihre Tätigkeit, reagieren für einige Sekunden nicht und nehmen sie anschließend meist unmittelbar wieder auf. Da Absencen auch mit sogenannten fokalen Anfällen verwechselt werden können, ist eine genaue Diagnose wichtig.
Wie Absencen und Epilepsien behandelt werden
Für generalisierte und fokale Epilepsien gibt es gut wirksame Behandlungen. Welche Therapie infrage kommt, hängt unter anderem von der jeweiligen Epilepsieform und den individuellen Befunden ab. Dank neuer Technologien und Therapien kann bei beiden Epilepsieformen meist eine zuverlässige Anfallskontrolle erreicht werden.
„Allgemein lässt sich sagen, dass sich bei bis zu zwei Dritteln der Betroffenen mit Epilepsien die Erkrankung durch herkömmliche anfallssupprimierende Medikamente gut behandeln lässt“, erklärt Prof. Dr. Susanne Knake, Marburg, Epilepsie-Expertin der DGN. „Wenn die Betroffenen auf das zweite Medikament nicht gut ansprechen, kann bei fokaler Epilepsie auch die Epilepsiechirurgie oder auch Hirnstimulationsverfahren zur Anwendung kommen.“ Spezielle Epilepsiezentren oder Spezialambulanzen für Epilepsie bieten eine umfassende Diagnostik und Therapie an und sind in allen Bundesländern verfügbar. Die Expertin betont, dass sich in den meisten Fällen eine Anfallsfreiheit erzielen lässt.
Weshalb es wichtig ist, dass Menschen über Epilepsie sprechen
Eine Epilepsie kann die Lebensqualität beeinflussen und macht es Betroffenen mitunter schwer, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. „Viele Betroffene erleben noch immer Vorbehalte oder haben Sorge, dass ihre Erkrankung in Schule, Beruf oder im sozialen Umfeld zu Nachteilen führt“, erklärt Prof. Dr. Peter Berlit, Generalsekretär der DGN. Es sei wichtig, über Epilepsien aufzuklären und bestehende Vorurteile abzubauen. „Dazu kann es wesentlich beitragen, wenn prominente Persönlichkeiten wie jüngst der Fußballer Jamal Musiala offen mit ihrer Erkrankung umgehen. Das kann anderen Betroffenen Mut machen und zugleich die öffentliche Aufmerksamkeit für Epilepsien erhöhen – und dazu beitragen, Forschung und Versorgung auf diesem Gebiet weiter zu stärken.“
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