Schwellung der Lymphknoten und -bahnen

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  20.03.2026 00:00 Uhr

Geschwollene Lymphknoten und Lymphbahnen entstehen, wenn das Lymphsystem auf entzündliche oder andere Reize reagiert. Meist handelt es sich um eine vorübergehende Abwehrreaktion des Körpers, die durch Infektionen oder Reizungen ausgelöst wird.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Eine Schwellung der Lymphknoten oder Lymphbahnen entsteht, wenn das Immunsystem aktiv wird und vermehrt Abwehrzellen bildet. Lymphknoten vergrössern sich dabei oft von aussen tastbar. Lymphbahnen können sich entzünden und schmerzhaft verhärten. Häufig tritt dies bei Infekten im Hals Bereich oder bei Hautverletzungen auf. Geschwollene Knoten finden sich besonders am Hals in den Achseln oder in der Leiste.

Symptome/Verlauf

Typische Beschwerden hängen von der Ursache ab. Zu den wichtigsten zählen:

  • Schwellungen und Druckschmerz
  • Rötung und Wärmeentwicklung
  • Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl

Bei viralen Infekten schwellen die Knoten meist beidseitig an und gehen nach einigen Tagen bis Wochen zurück. Bei bakteriellen Ursachen können die Schwellungen stärker ausgeprägt und schmerzhafter sein. Chronische oder über Wochen bestehende Schwellungen sollten immer medizinisch abgeklärt werden.

Folgen/Komplikationen

Meist bleibt die Schwellung harmlos und bildet sich folgenlos zurück. Bei bakteriellen Entzündungen kann jedoch Eiter entstehen und sich ein Abszess entwickeln. Eine Entzündung der Lymphbahnen kann sich dann ausbreiten und zu Fieber oder Kreislaufproblemen führen. Sehr selten stecken ernstere Erkrankungen dahinter, etwa Blut- oder Lymphsystemerkrankungen, die eine weitergehende Untersuchung erfordern.

Ursachen/Risikofaktoren

Häufige Ursachen sind Infekte wie Erkältungen Halsschmerzen oder Hautentzündungen. Auch kleine Verletzungen können Lymphbahnen reizen. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem infektiöse Erreger wie Viren oder Bakterien, Hautverletzungen oder schlecht heilende Wunden. Auch eine Abwehrschwäche durch Stress oder Vorerkrankungen, übermässige mechanische Reizung zum Beispiel Scheuern oder In seltenen Fällen auch Schwellungen durch Autoimmunreaktionen oder chronische Erkrankungen kommen als Auslöser infrage.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er setzt meist auf abwartende Massnahmen oder verordnet bei bakteriellen Auslösern passende Antibiotika.
Das kann man selbst tun: Schonung, ausreichende Flüssigkeit und lokale Kühlung lindern die Beschwerden. Grenzen der Selbsthilfe bestehen, wenn Fieber auftritt, die Schwellung stark schmerzt, schnell grösser wird oder länger als zwei Wochen anhält. Dann sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.Quellenangabe:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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