Wer regelmäßig Sport treibt, kann asthmatische Beschwerden verbessern. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) gibt Tipps zu passenden Sportarten und dem richtigen Trainingsaufbau.

Regelmäßiges Ausdauertraining stärkt Herz und Lunge. Dadurch wird die Atmung effizienter und der Körper benötigt bei Belastung langfristig weniger Atemarbeit. Das kommt auch Menschen mit Asthma zugute, wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) betont. Regelmäßiger Sport ist laut der Experten eine sinnvolle unterstützende Maßnahme in der Asthma-Therapie und erhöht auf Dauer die Belastungsschwelle bei Anstrengungsasthma. Das gilt auch für asthmatische Kinder.
Beim sogenannten Anstrengungsasthma verengen sich die Atemwege nach intensiver Belastung. Die Beschwerden treten in der Regel wenige Minuten nach der Belastung auf und verschwinden innerhalb 30 bis 60 Minuten wieder. Der Grund: Bei ruhiger Nasenatmung wird die Luft auf dem Weg zur Lunge, angefeuchtet, erwärmt und gereinigt. Bei Anstrengung atmet der Mensch über den Mund. “Die so eingeatmete kalte und trockene Luft kann zu Anstrengungsasthma führen”, erklärt der DAAB.
Dennoch ist Belastungsasthma kein Grund auf regelmäßigen Sport zu verzichten. Im Gegenteil – wer regelmäßig trainiert, kann die Schwelle, ab der Beschwerden auftreten, deutlich erhöhen. Ein schlechter Trainingszustand wirkt sich hingegen negativ aus, da schon bei geringer Belastung mehr Atemarbeit nötig ist.
Gut geeignet für Menschen mit Asthma sind laut DAAB vor allem Ausdauersportarten, zum Beispiel:
Weniger günstig sind Sportarten mit schnellen, intensiven Belastungsspitzen wie Fußball, Tennis oder Squash.
Damit während des Sports keine Beschwerden auftreten, sollten Betroffene einige Punkte beachten. Pollen, Tierhaare, Schimmel, aber auch Kälte, Nebel oder Staub können Beschwerden verstärken. Diese Auslöser sollten nach Möglichkeit gemieden werden.
Außerdem kann die richtige Medikation Probleme während und nach der Belastung reduzieren. Kurzwirksame bronchienerweiternde Medikamente (Beta-2-Sympathomimetika) können – vor dem Sport eingenommen – bei vielen Betroffenen ein Anstrengungsasthma verhindern. Der Effekt tritt nach fünf bis 15 Minuten ein, hält jedoch meist nicht länger als drei bis vier Stunden an. Betroffene sollten entsprechend ärztlich klären, ob und wie die Medikation bei Sport angepasst werden muss.
Um Atemproblemen vorzubeugen, empfiehlt der DAAB einen Trainingsaufbau in drei Phasen:
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Dem Geschmacksverlust nach Covid-19 auf der Spur, die ideale Länge des…
aus Apotheke, Forschung und Gesundheitspolitik.
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern