Baby & FamilieGesundheit

Studentinnen: 10 Stunden Smartphone jeden Tag

09.09.2014

Dass sich junge Menschen gern mit ihren Smartphones beschäftigen, dürfte wenig überraschen. Wie exzessiv die tägliche Nutzung tatsächlich ist, hat jedoch selbst die Forscher erstaunt, die dazu eine Studie durchgeführt hatten.

Außenaufnahme, Portrait bis Schulterpartie: Junge attraktive Frau, lange, dunkle, glatte Haare, schwarze Lederjacke, schaut lächelnd auf ein Smartphone
Einer US-Studie zufolge scheinen sich junge Frauen einen Großteil des Tages nur mit ihrem Smartphone zu beschäftigen.
© Antonioguiellem - Fotolia

Sage und schreibe zehn Stunden pro Tag beschäftigen sich US-amerikanische Studentinnen durchschnittlich mit ihren Smartphones. Das ergab die Umfrage eines spanisch-US-amerikanischen Forscherteams, an der 164 College-Studenten in den USA teilgenommen hatten. Die männlichen Studenten kamen immerhin auf acht Stunden Handynutzung täglich. Zu den Hauptaktivitäten mit dem Handy zählten das Schreiben von Textnachrichten, mit durchschnittlich rund eineinhalb Stunden pro Tag, das Verschicken von Mails mit fast 50 Minuten und die Kontrolle von Facebook-Einträgen mit knapp 40 Minuten täglich. Junge Männer verschickten zwar die gleiche Anzahl von E-Mails, hielten sich damit aber weniger lange auf als Frauen. Nicht das Surfen im Internet oder Spiele zeigten das größte Suchtpotenzial, sondern soziale Netzwerke wie Instagram oder Pinterest, bei denen Bilder, Fotos oder Videos verbreitet werden. Dies berichten die Forscher um James Roberts von der Baylor Universität in der Fachzeitschrift Journal of Behavioral Addictions.

Auf dem Prüfstand waren insgesamt 24-Handy-Aktivitäten, darunter Telefonieren, das Verfassen von Textnachrichten, das Lesen von Büchern oder Nachrichten, Musikhören, die Teilnahme an verschiedenen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, das Ein- oder Verkaufen auf bestimmten Plattformen und vieles mehr. Darüber hinaus sollten die Studienteilnehmer unter anderem zu Aussagen Stellung nehmen, wie „ich werde unruhig, wenn ich mein Handy nicht sehen kann“ oder „ich glaube, dass ich immer mehr Zeit mit meinem Handy verbringe“.

Eine exzessive, wenn nicht gar zwanghafte Handy-Nutzung könnte die Lernleistung von Schülern und Studenten negativ beeinflussen, glauben die Forscher. Sie könnten einen Fluchtmechanismus vom Klassenraum darstellen und Konflikte mit Lehrenden und Familie begünstigen. Bei Aktivitäten, die zur häufigen Handy-Nutzung verführen, wandle sich das Mobiltelefon von einem hilfreichen Instrument zu einem, das das eigene Wohlbefinden sowie das von anderen beeinträchtigen könne, so die Wissenschaftler.

HH

Das könnte Sie auch interessieren

Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Anzeige
News-Kategorien
Anzeige

Dauerhafte Immunstärkung durch Fermentation

Eine uralte Tradition, die bereits unsere Groß- und Urgroßmütter zu schätzen wussten: die…

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Telepharmazie

Sie suchen eine Apotheke mit Telepharmazieangebot?

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

Neue Apotheken Illustrierte

Alle 14 Tage neu in Ihrer Apotheke: Die NAI ist ein Magazin, das fundiert und leicht verständlich alle Fragen rund um die Gesundheit beantwortet.

nach oben
Notdienst finden