Syphilis

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  06.01.2026 00:00 Uhr

Syphilis ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit, die meist beim Geschlechtsverkehr übertragen wird. Sie verläuft in mehreren Stadien und kann unbehandelt verschiedene Organe schädigen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Syphilis beginnt oft unauffällig. Die Erkrankung wird durch bestimmte Bakterien ausgelöst, die über kleine Verletzungen der Schleimhäute in den Körper gelangen. Sie verläuft in mehreren Phasen, die jeweils unterschiedliche Beschwerden verursachen können. Manche Betroffene bemerken die Infektion zunächst kaum. Ohne Behandlung bleibt sie bestehen und kann sich im Körper ausbreiten. Die Erkrankung ist gut behandelbar, wenn sie früh erkannt wird.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden verändern sich je nach Stadium. Häufig treten auf:

  • schmerzloses Geschwür an der Eintrittsstelle
  • geschwollene Lymphknoten
  • Hautausschläge oder Schleimhautveränderungen
  • Müdigkeit Fieber oder Muskelschmerzen

Im späteren Verlauf können Organe wie Herz Nerven oder Augen betroffen sein. Die Symptome können zwischen den Stadien vorübergehend verschwinden, obwohl die Infektion weiter besteht.

Folgen/Komplikationen

Unbehandelt kann Syphilis schwere Schäden verursachen. Dazu gehören Entzündungen von Organen, Nervenschäden oder Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems. In sehr späten Stadien kann es zu dauerhaften Funktionsstörungen kommen. Auch in der Schwangerschaft kann die Infektion auf das ungeborene Kind übergehen und Komplikationen verursachen.

Ursachen/Risikofaktoren

Die Infektion wird meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Ein erhöhtes Risiko besteht bei häufig wechselnden Sexualpartnern, fehlender Verwendung von Kondomen und anderen bestehenden Infektionen im Intimbereich. Auch enger körperlicher Kontakt mit offenen Hautveränderungen kann zur Übertragung führen.

Das kann helfen

Das macht der Arzt: Er stellt eine Syphilis durch Bluttests und Untersuchungen der Hautveränderungen fest. Zur Behandlung kommen bestimmte antibakterielle Wirkstoffgruppen zum Einsatz.
Das kann man selbst tun: Auf einen geschützten Geschlechtsverkehr mit Kondomen achten. Partnerinnen oder Partner über eine Infektion informieren. Grenzen bestehen dort, wo Symptome fortschreiten, Organe betroffen sind oder Unsicherheit über eine mögliche Ansteckung besteht. Dann ist ärztliche Hilfe unbedingt notwendig.

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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