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Tiefer Schlaf lindert Ängste und Sorgen

12.11.2019

Eine schlaflose Nacht kann uns ängstlich machen, während ausreichender und guter Schlaf die Emotionen stabilisiert. Das zeigt eine neue Studie der Universität Berkeley in Kalifornien. Wichtig dafür ist die Tiefschlafphase, in der Herzfrequenz und Blutdruck abfallen und neuronale Aktivitäten synchronisiert werden.

Die Tiefschlafphase ist für das emotionale Gleichgewicht wichtig.
Schlaf ist für die Gesundheit essentiell. Auch unser emotionales Gleichgewicht profitiert von einer guten Nacht.
© michaeljung - stock.adobe.com

Die Studie, die im Fachblatt Nature Human Behaviour erschienen ist, liefert klare Hinweise darauf, dass Schlaf und Angsterkrankungen zusammenhängen. „Wir haben eine neue Funktion des Tiefschlafes identifiziert, die Angst über Nacht lindert, indem sie die Verknüpfungen im Gehirn reorganisiert“, erklärte Matthew Walker, Professor für Neurowissenschaften und Psychologie an der University of California in Berkeley. Schlaf könne demnach als natürliches Mittel gegen Angststörungen betrachtet werden, die weltweit immer häufiger auftreten und auch vermehrt Kinder und Jugendliche betreffen.

Schlaflose Nacht macht uns emotionaler

Die Bedeutung des Tiefschlafes für das emotionale Gleichgewicht entdeckten die Forscher durch Gehirnscans von 18 jungen Erwachsenen, die nach einer Nacht mit normalem Schlaf und nochmals nach einer durchwachten Nacht emotional aufgeladene Videos sahen. Nach der schlaflosen Nacht war ein Gehirnbereich wenig aktiv, der normalerweise unsere Sorgen und Ängste in Schach hält. Gleichzeitig waren emotionale Zentren des Gehirns überaktiv. „Ohne Schlaf ist das Gehirn quasi zu sehr auf dem emotionalen Gaspedal“, erläuterte Walker. Durch eine Nacht mit ausreichend Schlaf nahm der Bereich, der dafür sorgt, dass Ängste nicht überhandnehmen, seine normale Funktion wieder auf.

Schlafqualität beeinflusst Angstniveau

Die Ergebnisse aus dem Labor deckten sich mit den Ergebnissen einer Online-Befragung unter 280 Teilnehmern, die zu vier aufeinander folgenden Tagen ihre Schlafqualität und ihr Angstniveau beurteilten. Auch daraus ergab sich, dass die Menge und Qualität an Schlaf, den die Teilnehmer von einer Nacht zur nächsten bekamen, voraussagten, wie besorgt sie sich am nächsten Tag fühlen würden. Selbst geringe Veränderungen des Schlafes beeinflussten ihr Angstniveau.

ZOU

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