Was hinter Herzstolpern steckt, wann Symptome gefährlich werden und wie moderne Therapien helfen in dieser Folge unseres Podcasts.
Was hinter Herzstolpern steckt, wann Symptome gefährlich werden und wie moderne Therapien helfen in dieser Folge unseres Podcasts.
Das Herz schlägt rund 60 bis 100 Mal pro Minute. Gesteuert wird dieser Rhythmus vom sogenannten Sinusknoten im rechten Vorhof. Apotheker und aponet.de-Chefredakteur Rüdiger Freund erklärt im Gespräch mit Moderator Ulli Harraß, wie elektrische Reize die Herzmuskeln koordinieren und warum schon kleine Störungen den Herzschlag aus dem Takt bringen können.
Herzrhythmusstörungen können viele Auslöser haben. Häufig stecken Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder Schilddrüsenerkrankungen dahinter. Auch Stress, Alkohol und zu viel Kaffee können Herzrasen oder Herzstolpern fördern. Besonders wichtig sind Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Sie helfen bei der elektrischen Reizleitung im Herzen. Ein Mangel kann den Herzrhythmus beeinflussen.
Viele Betroffene spüren Herzrhythmusstörungen unterschiedlich stark. Manche bemerken nur gelegentliches Herzstolpern, andere leiden unter Herzrasen, Schwindel oder Atemnot. Auch Unruhe, Brustenge oder Ohnmachtsgefühle können auftreten. Schmerzen in der Brust sind dagegen eher untypisch. Manche Menschen haben trotz auffälligem Herzrhythmus gar keine Beschwerden.
Einzelne Extraschläge gelten meist als harmlos. Treten sie jedoch sehr häufig auf oder verursachen starke Beschwerden, sollte ein Arzt die Ursache abklären. Rüdiger Freund empfiehlt besonders bei neuen Symptomen oder Unsicherheit eine Untersuchung. Rhythmusstörungen unter körperlicher Belastung gelten oft als ernster als harmlose Extrasystolen in Ruhe.
Zur Abklärung kommen verschiedene Untersuchungen infrage: Ruhe-EKG, Belastungs-EKG oder Ultraschall des Herzens. Damit lassen sich Rhythmusstörungen und mögliche Veränderungen des Herzmuskels erkennen. Die Behandlung reicht von mehr Bewegung, besserem Schlaf und weniger Alkohol bis zu Medikamenten oder einer Katheterablation. Bei sehr langsamen oder lebensgefährlichen Herzrhythmen helfen Herzschrittmacher oder Defibrillatoren.
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