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Vitamin A

14.03.2011 18:03 Uhr

Warum Hasen keine Brille brauchen, ist hinlänglich bekannt. Natürlich, weil sie so viele Möhren essen und diese große Mengen des so genannten Augen-Vitamins enthalten. Doch Vitamin A und seine chemischen Verwandten, die Carotinoide, stärken nicht nur die Sehkraft. Welche Funktionen sie außerdem erfüllen, lesen Sie hier.

Vitamin A ist wichtig für die Bildung von Haut, Schleimhaut und Knorpelgewebe. Es ist an der Entwicklung der Plazenta beteiligt und stärkt das Immunsystem. Der menschliche Organismus kann das lebensnotwendige fettlösliche Vitamin nicht selbst herstellen. Vitamin-A-haltige Lebensmittel wie Fischleberöl, Rinder- oder Schweineleber, Karotten, Petersilie, Grünkohl, Butter, Margarine, Käse, Milch gehören deshalb auf den täglichen Speiseplan. Die Leber speichert das Vitamin und gibt es bei Bedarf zum Abtransport zu den betreffenden Zellen an das Blut ab.

Carotinoide, die chemischen Verwandten

Carotinoide, die verschiedene Obst- und Gemüsesorten gelb oder rot färben, muss man ebenfalls mit Lebens- oder Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen. Sie schützen die Körperzellen vor aggressiven Sauerstoffmolekülen, so genannten freien Radikalen, und aktivieren das Immunsystem. Circa 50 von ihnen stellen eine Vorstufe des Vitamins A dar, die erst im Darm in die aktive Form umgewandelt wird. Betacaroten hat dabei die größte Bedeutung. Betacaroten ist enthalten in Minze, Karotten, Spinat, Grünkohl, Rote Bete und roter Paprika.

Wenn es an Vitamin A mangelt, kann es zu:

  • Sehstörungen wie Nachtblindheit,
  • Akne,
  • trockener, schuppiger Haut,
  • Wachstumsstörungen,
  • erhöhter Anfälligkeit für Infekte sowie zu
  • Atemwegserkrankungen
  • und Durchfallerkrankungen kommen.

Bei einem Vitamin-A-Mangel helfen Präparate, in denen 0,45 bis 3 mg Vitamin A (Retinol) enthalten ist. Es ist empfehlenswert, einen Teil der angegebenen Vitamin-A-Menge als Betacaroten (etwa 2 bis 4 mg) oder in Form von gemischten Carotinoiden (15 mg) einzunehmen. Bei mehr als 3 mg Vitamin A pro Tag kann es zu Nebenwirkung kommen: Appetitverlust, Muskelschmerzen oder Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel und Schlafstörungen. Nicht zu erwarten sind diese Beschwerden allerdings beim Verzehr Vitamin-A-reicher Nahrungsmitteln oder von Multivitaminpräparaten gemäß Einnahmeempfehlung.

Wer braucht wie viel Vitamin A pro Tag?

Die durchschnittliche Tagesdosis an Vitamin A sind enthalten in 10 g Leber, 100 g Leberwurst, 150 g Butter oder 200 bis 300 g Käse.

Täglicher Bedarf an Betacaroten:

Die durchschnittliche Tagesdosis sind enthalten in 50 g rote Paprika, 50 g Möhren, 50 g Spinat, 100 g Feldsalat oder 200 g Aprikosen.

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