Suchen Sie in unseren Ratgebern nach Informationen rund um Gesundheit, Medizin und Ernährung
Hier finden Sie Notfallapotheken in Ihrer Nähe
Notdienstsuche
Hier finden Sie Apotheken in Ihrer Nähe
Apothekensuche

aponet.de wurde mit dem Focus Money Award 2025 ausgezeichnet!

Zum Focus Report
Impressum Datenschutz

Ahorn gegen Karies: Natürlicher Wirkstoff schützt Zähne

Dr. Karen Zoufal  |  08.08.2025 10:02 Uhr

Ein natürlicher Inhaltsstoff aus Ahorn könnte helfen, Kariesbakterien im Zahnbelag wirksam zu bekämpfen. Die Substanz ist ungiftig und günstig, so dass sie etwa in Mundspülungen eingesetzt werden könnte – auch für Kleinkinder.

Ein glücklich lächender Junge steht vor einem Ahorn: Die gelben Blätter umgeben ihn.
Sicher für Kleinkinder und schützt vor Karies: Ein Inhaltsstoff des Ahorns.
© SerrNovik/iStockphoto

Bestimmte Polyphenole aus Ahorn können die Anheftung von Kariesbakterien im Zahnbelag verhindern. Das berichtet ein Forschungsteam im Fachblatt Microbiology Spectrum. Doch wie kam das Team darauf, dass ein Baum gegen Karies schützen könnte? Die Erkenntnis war Nebenprodukt der Forschung zur Bekämpfung von Bakterien, die Lebensmittelinfektionen hervorrufen. Dabei machte das Forschungsteam auf ihrer Suche nach Wirkstoffen die Beobachtung, dass bestimmte Krankheitserreger oft auf Holz wuchsen, aber nicht auf Ahorn. 

Auf der Suche nach dem Grund dafür stießen sie auf Ahorn-Polyphenole, die die Anheftung der Krankheitserreger und die Bildung von Belägen hemmten. Sie identifizierten auch den Mechanismus dahinter: Ein Enzym verschafft den Erregern die Fähigkeit, sich anzuheften. Wird es durch Ahorn-Polyphenole blockiert, haben die Bakterien keine Chance mehr.

Auch die Bildung von Zahnbelag wird gehemmt

Auch der Karieserreger Streptococcus mutans hat dieses Enzym. Im Labor stellte sich heraus: Ein Polyphenol namens Epicatechingallat hemmte die Bildung von Zahnbelag auf künstlichen Zähnen und Zahnschmelz am besten. Dadurch konnten sich die Kariesbakterien nicht festsetzen.

Für kleine Kinder geeignet

Epicatechingallat ist kein seltener Stoff: Er kommt ebenfalls in grünem und schwarzem Tee vor, sogar in höheren Mengen als im Ahornsaft. In Dentalprodukten würde es Karies vorbeugen, indem es die Bildung von Zahnbelag hemmt. Das könnte die bisherigen Ansätze – die Härtung des Zahnschmelzes durch Fluorid und die Beseitigung von Bakterien durch desinfizierende Substanzen – ergänzen. Da Epicatechingallat ungiftig ist, können es auch kleine Kinder, die Mundpflegeprodukte häufig noch verschlucken, ohne schädliche Nebenwirkungen verwenden. 

Quelle: DOI  10.1128/spectrum.00693-25

 

 

Mehr aponet.de bei Google

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

WhatsApp Kanal Banner
Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast
Podcast-Logo "aponet in 3 Minuten"
Podcast
Gesund leben

Im Fokus diesmal: Wie lange man vor der Blutabnahme nüchtern bleiben muss, der Effekt von Bewegung…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben