Allergische Bindehautentzündung

ABDATA Pharma-Daten-Service  |  16.12.2025 00:00 Uhr

Eine allergische Bindehautentzündung ist eine nicht ansteckende Entzündung der Augenbindehaut, die durch eine Überreaktion des Immunsystems auf Allergene wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben ausgelöst wird. Sie tritt meist beidseitig auf und kann saisonal oder ganzjährig vorkommen.

Inhaltsverzeichnis

Krankheitsbild

Die allergische Bindehautentzündung entsteht, wenn das Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe überempfindlich reagiert. Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die das Auge schützt. Bei Kontakt mit einem Allergen setzt der Körper entzündungsfördernde Stoffe wie Histamin frei. Das führt zu einer Reizung und Schwellung der Bindehaut. Die Erkrankung tritt oft zusammen mit anderen allergischen Beschwerden wie Heuschnupfen auf.

Symptome/Verlauf

Die Beschwerden beginnen meist kurz nach dem Kontakt mit dem auslösenden Stoff und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Typischerweise treten Juckreiz, Rötung und vermehrter Tränenfluss auf. Die Augen reagieren oft lichtempfindlich und fühlen sich gereizt an. Bei längerem Verlauf kann es zu einer chronischen Reizung kommen. Die Symptome treten häufig saisonal auf, etwa bei Pollenflug, können aber auch ganzjährig bestehen, wenn die Allergene ständig vorhanden sind.

Folgen/Komplikationen

In den meisten Fällen verläuft die allergische Bindehautentzündung harmlos. Dennoch kann starkes Reiben der Augen zu kleinen Verletzungen führen. In seltenen Fällen kommt es zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion. Chronische Beschwerden können die Lebensqualität einschränken und zu Schlafstörungen oder Konzentrationsproblemen führen. Besonders bei Kindern kann die ständige Reizung belastend sein.

Ursachen/Risikofaktoren

Die häufigsten Auslöser sind Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben und Schimmelsporen. Auch Kosmetika oder Augentropfen können eine allergische Reaktion hervorrufen. Menschen mit anderen Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma sind besonders gefährdet. Genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine Rolle. Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung oder trockene Raumluft können die Symptome verstärken.

Das kann helfen


Das macht der Arzt: Er kann antiallergische Augentropfen mit bestimmten Wirkstoffen verschreiben. Dazu zählen Antihistaminika zur schnellen Linderung, Mastzellstabilisatoren zur Vorbeugung und Kortisonpräparate bei schwereren Verläufen.
Das kann man selbst tun: Den Kontakt mit dem Allergen zu vermeiden und die Augen beruhigen, etwa durch kühle Kompressen. Bei Letzteren keine Kamillenprodukte verwenden, da diese die allergische Bindehautentzündung noch verstärken können. Wenn die Beschwerden stark sind, länger anhalten oder sich verschlimmern, sollte man ärztliche Hilfe suchen.

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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