Gesundheit

Blutdruck: Was bedeuten die Zahlen genau?

ZOU  |  05.05.2023

„128 zu 83“: So ähnlich dürften die meisten schon einmal ihre Blutdruckwerte in einer Arztpraxis genannt bekommen haben. Antworten darauf, was die Zahlen bedeuten, wann man von Bluthochdruck spricht und was man dagegen tun kann, gibt Prof. Dr. Niteesh Choudhry von der Harvard Medical School.

Ältere Frau, misst sich den Blutdruck.
Hoher Blutdruck tut nicht weh, deswegen ist es ratsam, die Werte in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren.
© Hero Images/iStockphoto

„Die obere Zahl – der systolische Wert – sagt aus, wie viel Druck durch das Blut auf die Wände der Arterien entsteht, wenn das Herz schlägt“, sagte Choudhry. „Die untere Zahl – der diastolische Wert – ist der Druck, den das Blut auf die Arterienwände ausübt, wenn das Herz zwischen den Herzschlägen in Ruhe ist.“

Ist eine der Zahlen dauerhaft zu hoch, kann es zu Folgeerkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenversagen und anderen chronischen Erkrankungen kommen. Choudhry erklärte: „Bluthochdruck ist ein wichtiger kardiovaskulärer Risikofaktor, der zu Gesundheitsproblemen im Herzen und im Gehirn führt. Deshalb wird ihm so lange so viel Aufmerksamkeit geschenkt.“ Da Bluthochdruck oft über lange Zeit keine Beschwerden macht, merken viele Menschen nichts davon.

Dem systolischen Wert wird meist mehr Aufmerksamkeit geschenkt, weil es mehr Forschungsarbeiten gibt, die ihn mit Problemen des Herz-Kreislauf-Systems in Verbindung bringen. „Aber beide Zahlen sind wichtig. Wenn eine hoch ist, die andere aber nicht, konzentrieren wir uns auf den erhöhten Wert“, so Choudhry.

Steife Arterien durch hohen Blutdruck

Wenn der Blutdruck dauerhaft zu ist, beginnen sich die Arterien zu versteifen – ähnlich wie bei einem Gartenschlauch: Wenn er unter hohem Druck steht, wird er steif und ist weniger biegsam. Beeinflussbare Faktoren, die Bluthochdruck begünstigen, sind beispielsweise Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung oder zu viel Natrium (Salz), Rauchen und schlechter Schlaf. Aber auch zunehmendes Alter, Bluthochdruck in der Familie, Nierenkrankheiten und Diabetes sowie das Geschlecht haben einen Einfluss: Bis zum 64. Lebensjahr haben Männer häufiger Bluthochdruck, ab 65 Jahren ist er bei Frauen häufiger.

Zum Glück ist Bluthochdruck behandelbar, und man kann viel selbst dazu beitragen: Eine Änderung des Lebensstils ist der erste Schritt. Da bedeutet, Übergewicht zu reduzieren, körperlich aktiv zu sein, wenig Alkohol zu trinken, Stress abzubauen, nicht zu rauchen, genügend zu schlafen und sich gesund zu ernähren. Wenn das nicht ausreicht, kommen Medikamente hinzu.

Ein zu niedriger Blutdruck ist wesentlich seltener. Dazu kann es kommen, wenn Menschen zu viele Medikamente gegen Bluthochdruck einnehmen, wenn dem Körper zu wenig Wasser zugeführt wird oder auch bei bestimmten Krankheiten. Menschen mit einem zu niedrigen Blutdruck fühlen sich in der Regel krank: Ihnen ist schwindelig oder sie fühlen sich benommen. Die Behandlung hängt von der jeweils zugrunde liegenden Ursache ab.

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