Ein erhöhter Cholesterinspiegel bedeutet nicht automatisch, dass Medikamente erforderlich sind. Besonders bei leicht erhöhten Werten reicht oft schon eine Änderung des Lebensstils hin zu mehr Bewegung und einer bewussten Ernährung. Wenn das keine Erfolge zeigt, werden je nach vorhandenen Risikofaktoren individuelle Zielwerte festgelegt und Medikamente eingesetzt.

Ein zu hoher Spiegel an „schlechtem“ LDL-Cholesterin erhöht das Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu bekommen. Da das Risiko für diese Erkrankungen zusätzlich durch weitere Faktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen und andere Vorerkrankungen gesteigert wird, gelten unterschiedliche Zielwerte:
Sind die Werte nur leicht erhöht, so hilft es oft schon, gegebenenfalls mit dem Rauchen aufzuhören, sich mehr zu bewegen und sich mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und guten pflanzlichen Ölen gesünder zu ernähren.
Reicht das nicht aus, werden in der Regel Statine verschrieben. Diese Cholesterinsenker können über Jahrzehnte hinweg eingenommen werden und werden meist gut vertragen. Sollte es doch zu Nebenwirkungen kommen, so gibt es oft alternative Präparate. Reicht ein Statin nicht aus, um den Zielwert zu erreichen, so ist eine Kombination mit anderen Medikamenten möglich.
Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil von Zellen und wird nicht nur über die Nahrung aufgenommen, sondern auch vom Körper selbst gebildet. Wenn sich zu viel Cholesterin im Blut befindet, lagert es sich im Inneren von Blutgefäßen ab, was zur Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) führt.
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