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Blutdrucksenker könnten vor Gedächtnisverlust schützen

Dr. Karen Zoufal  |  22.06.2021

Einige Medikamente, die bei Bluthochdruck zum Einsatz kommen, können sich positiv auf das Gehirn auswirken: Ältere Menschen, die diese Arzneimittel einnahmen, schnitten in Gedächtnistests besser ab.

Frau, hält eine Dose mit Tabletten und eine Tablette in der Hand.
Bestimmte Blutdrucksenker könnten sich positiv auf Funktionen des Gehirns auswirken.
© Rawpixel Ltd/iStockphoto

Es gibt Blutdrucksenker, die die sogenannte Blut-Hirn-Schranke überwinden können und ins Gehirn gelangen. Diese Medikamente könnten sich positiv auf das Gedächtnis auswirken, wie Forscher in der Zeitschrift „Hypertension“ berichten: Sie werteten Informationen aus 14 Studien mit insgesamt fast 12.900 Erwachsenen ab 50 Jahren aus. Dabei zeigte sich, das ältere Erwachsene mit Bluthochdruck, deren Arzneimittel die Blut-Hirn-Schranke überwanden, sich innerhalb einer Beobachtungszeit von drei Jahren Dinge besser merken konnten als Personen, deren Medikamente nicht ins Gehirn gelangten.

„Diese Ergebnisse stellen die bisher stärksten Beweise dar, die ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blocker, die ins Gehirn gelangen, mit einem besseren Gedächtnis in Verbindung bringen. Das spricht dafür, dass Menschen mit Bluthochdruck vor einem geistigen Verfall geschützt werden können, wenn sie solche Medikamente einnehmen“, sagte Dr. Jean K. Ho von der Universität Kalifornien in Irvine.

ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptorblocker, Kalziumkanalblocker und Medikamente zur Entwässerung sind Klassen von blutdrucksenkenden Arzneimitteln, die auf unterschiedliche Weise wirken. Die Forschungsergebnisse zur Wirkung der Medikamente auf die geistige Leistungsfähigkeit sind durchwachsen: Während Studien zu Angiotensin-II-Rezeptorblocker und ACE-Hemmer eher einen Nutzen für das Langzeitgedächtnis ergeben haben, scheinen Calciumkanalblocker und entwässernde Medikamente das Risiko für Demenz zu verringern. Dies ist die erste Metaanalyse, die mögliche Auswirkungen von blutdrucksenkenden Arzneimitteln unter Berücksichtigung der Blut-Hirn-Schranke im Zeitverlauf verglichen hat.

Quelle: 10.1161/HYPERTENSIONAHA.121.17049

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