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Das hilft, wenn Stress auf den Magen schlägt

12.08.2020

Anspannung und Stress können buchstäblich auf den Magen schlagen. Die Folgen sind Magenschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl oder Sodbrennen. Die Apothekerkammer Niedersachsen gibt Tipps, was man gegen stressbedingte Magenbeschwerden tun kann.

Stress kann auf den Magen schlagen.
Manche Menschen reagieren auf Stress mit Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Durchfall.
© iStock.com/dragana991

Langanhaltender Stress kann zu einer dauerhaft schlechten Durchblutung des Magen-Darm-Trakts führen. Das hat zur Folge, dass die Magenschleimhaut weniger Schleim bildet und so anfällig für Angriffe der Magensäure wird. Neben Kummer und Stress können auch Nikotin und Alkohol für Probleme sorgen, da sie die Produktion der Magensäure erhöhen. Außerdem kann übermäßiger Kaffeekonsum bei einigen Menschen Magenschmerzen oder Sodbrennen hervorrufen.

Die Apothekerkammer rät Personen, deren Magen empfindlich auf Stress reagiert, dazu, in ruhiger Atmosphäre zu essen und den Kaffee-, Zigaretten- und Alkoholkonsum zu reduzieren. Außerdem helfe es, vor absehbaren Stresssituationen leichte, fettarme Mahlzeiten zu essen, z.B. geschmortes oder gedünstetes Gemüse. Der Verdauungsprozess wird zudem erleichtert, wenn man die Nahrung immer gut durchkaut. Durch Entspannungsübungen und ausgleichenden Sport lasse sich das Stressniveau insgesamt senken. Auch Pausen während der Arbeitszeit, Spaziergänge an der frischen Luft und kleine mentale Auszeiten reduzieren Anspannung und Stress.

Erste Hilfe aus der Apotheke

Gegen stressbedingte Magenbeschwerden können kurzfristig zudem frei verkäufliche Medikamente Abhilfe schaffen. H2-Antihistaminika und Protonenpumpenhemmer sorgen dafür, dass der Magen weniger Säure produziert. Anders wirken dagegen Antazida: Sie binden und neutralisieren die Säure, hemmen aber nicht die Produktion der Magensäure. Dadurch wirken die Antazida schneller, aber nicht so langanhaltend.

Daneben halten Apotheker auch pflanzliche Mittel bereit. Im Beratungsgespräch lässt sich das optimale Präparat finden. Treten die Beschwerden sehr plötzlich auf, befindet sich Blut im Stuhl oder besteht das Problem schon mehr als vier Wochen, empfiehlt die Apothekerkammer, einen Arzt aufzusuchen.

AK Nds./FH

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