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Gesunder Umgang mit Zucker: Wie Eltern ihren Kindern helfen können

13.09.2017

Zucker in Süßigkeiten, Getränken und Lebensmitteln macht dick, fördert die Entstehung von Diabetes und schadet den Zähnen. Davor warnt die Stiftung Kindergesundheit und empfiehlt Eltern daher, schon früh Regeln im Umgang mit Süßigkeiten aufzustellen und so ihren Kindern zu helfen, ein gesundes Maß zu finden.

Damit Kinder nicht zu viele Süßigkeiten naschen, müssen Eltern Regeln zum Umgang damit aufstellen.
Damit Kinder nicht zu viele Süßigkeiten naschen, müssen Eltern Regeln zum Umgang damit aufstellen.
© photophonie - Fotolia.com
  • Eine Frage der Menge: Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte die tägliche Zuckermenge bei Kindern sechs Teelöffel nicht übersteigen. Die Stiftung Kindergesundheit empfiehlt, dass Süßwaren, Limonaden und Knabberartikel nicht mehr als etwa zehn Prozent des täglichen Energiebedarfes ausmachen sollten. „Für ein vier- bis sechsjähriges Kind liefern eine Kugel Eiscreme und zwei Butterkekse bereits zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs“, verdeutlicht Professor Dr. Berthold Koletzko von der Haunerschen Kinderklinik der LMU München und Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit.
  • Wasser statt Saft: Besondere Vorsicht gilt bei mit Zucker gesüßten Getränken und süßen Fruchtsäften. Solche Getränke fluten den Organismus ungebremst und schnell mit überzähligen Kalorien und stimulieren die Bildung von Insulin. Als Getränke für Kinder wirklich gut geeignet seien nur Leitungswasser, Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder Fruchtsaftschorlen mit zwei Drittel Wasser, so die Experten. Gezuckerte Fruchtsaftgetränke und Limonaden, einschließlich Cola-Getränke und Eistees, sollten nur gelegentlich getrunken werden.
  • Nicht als Belohnung oder Strafe: Süßigkeiten sollten niemals als Belohnung, Druckmittel oder Strafe benutzt werden. Dann bleiben sie lediglich wohlschmeckende Nahrungsmittel und bekommen keinen übertriebenen Gefühlswert.
  • Aus den Augen, aus dem Sinn: Lassen Sie keine Süßigkeiten offen herumstehen. So schützen Sie sich selbst und ihre Kinder davor, aus Langeweile oder Gedankenlosigkeit ohne besonderen Appetit Bonbons, Gummibärchen, Schokolade oder Kekse zu essen. Besser noch: Erst gar keine süßen Vorräte anlegen. Was nicht im Haus ist, kann auch nicht gegessen werden. Gegen Süßhunger sind Obst und Karotten eine probate Hilfe.
  • Schlecht für die Zähne: Eltern sollten ihrem Kind so früh wie möglich erklären, dass süße Sachen nicht gut für die Zähne sind. Nach dem abendlichen Zähneputzen sollte zudem nichts mehr gegessen werden. Späte „Betthupferl“ nagen an den Zähnen.
  • Regeln festlegen und einhalten: Auch Großeltern und Tanten, Verwandte und Bekannte sollten die Familien-Regeln zum Umgang mit Süßigkeiten kennen. Und halten Sie sich selbst daran: Wer ständig nascht, kann kein Vorbild sein.

HH

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